Burgerläden in Hamburg: Unsere Top 10

Früher fuhr man extra in andere Stadtteile, um zum Beispiel in der Hollywood Canteen oder bei Jim Block vernünftige Burger zu bekommen. Ein paar Jahre später sah es dann so aus, dass es in Hamburg nur noch Burgerläden gibt: An jeder Ecke wurde eine neue Bulettenbraterei eröffnet, eine hipper als die andere.
Burger, © iStock.com/Kesu01
Burger, © iStock.com/Kesu01

Qualität spielte dabei leider oft nur eine Nebenrolle. Das war auch der Grund, warum bald nach dem großen Burgertrend die ersten Restaurants schon wieder schlossen. Die Kundschaft war wählerisch geworden – bei Preisen von teilweise über zehn Euro pro Fleischbrötchen auch verständlich. Aber auch wenn der Boom vorbei ist, existieren noch genügend Burgerläden in Hamburg.

Überlebt haben vor allem die Restaurants mit dem gewissen Extra. Mal ist das Fleisch besonders lecker, mal sind es die Brötchen. In anderen Bratereien gelten hingegen die Soßen als Highlight. Doch unter dem Strich kommt es bei allen Burgerläden auf die richtige Mischung der Zutaten, eine ansprechende Einrichtung und eine gute Lage an. Es reicht nicht, einfach nur ein paar Pattys auf den Grill zu schmeißen und mit Beilagen zu servieren.

Die Geschichte des Hamburger

Ein Hamburger hat übrigens mit Hamburg mehr zu tun als ein Wiener Würstchen mit Wien. Auch wenn es nicht hundertprozentig feststeht, wo genau und von wem der Hamburger erfunden wurde, gibt es doch viele Anhaltspunkte dafür, dass der Ursprung tatsächlich in Hamburg liegt. Die kulinarische Zeitreise beginnt Ende des 19. Jahrhunderts mit einem Hackbraten. Eine Scheibe davon auf einer Scheibe Brot und ein bisschen Bratensoße dazu – fertig ist das besonders in Hamburg beliebte Traditionsgericht Rundstück warm.

Diese norddeutsche Leibspeise haben damals Auswanderer mit in die USA genommen. Dort wird gebratenes Rindfleisch auch "Hamburger Steak" genannt – wovon sich wiederum der Begriff Hamburger ableitet. Dann verliert sich die Spur. Am Ende spielt es auch keine Rolle, ob falscher Hase oder Frikadellen-Brötchen die Ahnen des heutigen Hamburgers sind. Wichtig ist, was heute zwischen zwei Brötchenhälften steckt – und da scheint inzwischen alles möglich: Es gibt Chickenburger, Fischburger, Gyrosburger oder sogar vegetarische und vegane Burger. Die Speisekarten der Burgerläden sind voll mit gewöhnlichen und außergewöhnlichen Varianten.

Auf die Zubereitung kommt es an

Wie der klassische Hamburger zubereitet wird, bestimmt übrigens das deutsche Lebensmittelrecht. Damit der Hamburger seinen Namen tragen darf, dürfen lediglich Rindfleisch ohne grobe Sehnen, Salz und Gewürze zum Einsatz kommen.

Die Zubereitung geht dann relativ leicht von der Hand. Am besten eignet sich für den Bratling Muskelfleisch aus Schulter und Nacken des Rindes. Ein 20-prozentiger Fettanteil sorgt für saftige Burger. Das durch den Wolf gedrehte und gewürzte Fleisch anschließend kalt stellen, damit es sich besser zu Fleischbällchen formen lässt. Diese werden dann mithilfe einer Hamburgerpresse zu etwa zwei bis zweieinhalb Zentimeter hohen Scheiben gedrückt.

Tipp: Damit sich die Pattys später auf dem Grill nicht nach oben wölben, wird einfach mit dem Teelöffel eine leichte Vertiefung in die Mitte der Scheiben gedrückt. Nun werden die Scheiben wieder kalt gestellt, damit sie bis zum Grillen in Form bleiben.

Damit möglichst wenig Fleischsaft aus den Pattys entweicht, sollten sie möglichst nur einmal gewendet werden. Die Grilldauer hängt nun von dem gewünschten Gargrad und dem Grill ab. Bei einem Grill mit einem Deckel sollten es bei etwa 220 Grad nicht mehr als insgesamt zehn Minuten sein.

Gute Hamburger muss man aber nicht selber herstellen, man kann sie auch bestellen. Aber damit meinen wir nicht in einem Fast-Food-Restaurant. In einem ordentlichen Burgerladen kann der Gast die Garzeit seines Burgers selbst bestimmen. Die Lieblingsvariante aller Deutschen ist übrigens Medium, also außen gut durch und innen dunkelrot-saftig. Wir haben uns einmal durch die Stadt geburgert und stellen hier unsere zehn Favoriten vor.


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