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Hamburg, ein Winterwunderland

Wer an den Winter denkt, sieht einen klaren Himmel und vielleicht verschneite Berge vor dem geistigen Auge – aber nicht unbedingt Hamburg. Dabei zeigt die Hansestadt auch im Winter ihren besonderen Charme, trotz des wechselhaften Wetters zu der Jahreszeit.
Hamburg, ein Winterwunderland, © iStock.com/horstgerlach
Hamburg, ein Winterwunderland, © iStock.com/horstgerlach

Wer an den Winter denkt, sieht einen klaren Himmel und vielleicht verschneite Berge vor dem geistigen Auge – aber nicht unbedingt Hamburg. Dabei zeigt die Hansestadt auch im Winter ihren besonderen Charme, trotz des wechselhaften Wetters zu der Jahreszeit.

Von sonnig über nass bis klirrend kalt: Innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden kann hier schon mal die ganze Palette an Wetterkapriolen über die Stadt hereinbrechen. Aber wie heißt es so schön in Hamburg: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung! Also hinein ins norddeutsche Wintervergnügen.

Wintersport gehört nicht unbedingt zu den Highlights hier. Schneekatastrophen wie im Winter 1978/79 kommen äußerst selten vor. Der Schnee bleibt nicht lange liegen, Schlittenfahrten entwickeln sich dann zu einer Tour auf Streusand.

Auch wenn es mit den Harburger Berge und dem Waseberg – zumindest dem Namen nach – auch richtig hügelig werden kann, lassen sich die nicht ganz so steilen Hänge nicht für Skiabfahrten nutzen. Immerhin darf man sich ein paar Kufen an die Füße schnallen, um in der Eisarena in den Wallanlagen, im Bäderland Eisland in Farmsen, in der Volksbank Arena Bahrenfeld oder auf der Eisbahn Stellingen ein paar Runden auf Schlittschuhen zu drehen.

Alle paar Jahre sinken die Temperaturen so tief in Hamburg, dass sogar die Alster zufriert. Die wird dann für Buden, Stände, Spaziergänger und Eisläufer freigegeben. Damit das Alstereisvergnügen auf der 164 Hektar großen Außenalster stattfinden kann, muss es allerdings mindestens zwei Wochen lang ununterbrochen Frost geben, damit das Eis auf etwa 20 Zentimeter anwächst. Das letzte Mal fand das Volksfest offiziell im Februar 2012 statt.

Ganz egal, wie sich die Temperaturen entwickeln – die Stadt ist auch im Winter auf den Beinen. Im Altonaer Volkspark  trifft man Jogger, die ihre Runden drehen, oder Anwohner, die sich auf der Festwiese zum Fußballspielen treffen. In Klempaus Biergarten gibt es feste und flüssige Nahrung zur Stärkung. Auch die Wiesen im Stadtpark oder Jenischpark sind voll, vor allem Hundebesitzer flanieren hier mit ihren Vierbeinern.

Für Hamburg beginnt der Winter eben nicht erst dann, wenn die Alster zufriert, sondern sobald der Atem zu Dampf wird. Wenn dann noch die Sonne hinter den Wolken hervorblinzelt, starten lange Spaziergänge an der Elbe. Ein Ziel vieler Hamburger: die Kajüte S. B. 12 am Strandweg in Blankenese. Hier gibt es mit einem Glühwein in der Hand den besten Blick auf die auch im Winter vorbeifahrenden Containerschiffe oder das Airbuswerk. Mit ein wenig Glück landet in der Zeit auch ein riesiger Beluga-Airbus auf dem Flugplatz in Finkenwerder.

Auch eine Runde um die Alster sollte im Winter zu jedem Ausflugsprogramm gehören. In der Alsterperle wartet zur Stärkung eine heiße Erbsensuppe. Wenn es abends für draußen zu frostig wird, darf es auch ein Caipi im Red Dog Bar & Café an der Krugkoppel sein.

Winterzeit ist Shoppingzeit

Ein Winterspaziergang kann aber auch ganz bequem zur Shoppingtour werden. Wer es überdacht mag, wandert durch die großen Einkaufszentren. Wer es dagegen etwas exklusiver oder bunter möchte, flaniert in Eppendorf, Eimsbüttel, der Schanze oder im Karoviertel durch die Einkaufsstraßen.

Gerade in den letzten Wochen des Jahres wird es richtig winterlich, wenn in jedem Stadtteil die Weihnachtsmärkte eröffnen und Tausende Besucher anlocken.

Wer sich ein typisch norddeutsches Heißgetränk gönnen will, bestellt einen Grog. Früher stand der Grog in nahezu jeder Hamburger Kneipe an der Tafel, inzwischen muss man ihn meistens selbst zubereiten. Dafür braucht es lediglich ein hitzebeständiges Glas, etwa 180 ml heißes Wasser, vier cl Rum und ein bis zwei Würfelzucker. Dieser Drink bringt zwar die Wärme zurück in den Körper, aber Vorsicht: Zu viele davon machen ganz schön groggy.

So schön der Hamburger Winter auch sein mag, gibt es dennoch ein paar Dinge zu beachten. Auch wenn sich die Stadtreinigung mit Räumdiensten darum kümmert, dass die Straßen vom Schnee befreit werden, müssen sich Hausbesitzer und Anwohner häufig um das Stückchen Gehweg vor der eigenen Haustür selbst kümmern. Dabei ist Muskelkraft gefragt: In Hamburg darf aus Umweltschutzgründen kein Streusalz zum Einsatz kommen.

Autofahrer sollten im Winter mal schauen, welche Reifen aufgezogen sind. Auch wenn keine generelle Winterreifenpflicht existiert, empfiehlt der ADAC die sogenannte O-bis-O-Regel, nach der von Oktober bis Ostern Winterreifen aufgezogen werden sollten.

Aber zurück zum Spaß, denn davon gibt es im winterlichen Hamburg genug. Wir haben besondere Veranstaltungen, Sportmöglichkeiten, Märkte und Spaziergänge zusammengestellt, bei denen Menschen auch in der kalten Jahreszeit so richtig warm ums Herz wird.

Nützliche Links für den Winter in Hamburg

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