Hamburger Landungsbrücken
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Stadtinfo Hamburg am Wasser
"An den Landungsbrücken raus" lautet der Titel eines der bekanntesten Songs der Hamburger Band Kettcar. Besungen wird das beeindruckende, 205 Meter lange Abfertigungsgebäude an der Elbe. Die St. Pauli Landungsbrücken vereinen maritime Geschichte, beeindruckende Architektur und pulsierendes Hafenleben. Hier startet ihr in den Hamburger Hafen und erlebt die Elbe von ihrer schönsten Seite.
Heute gehören die Landungsbrücken zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Einst dienten sie als Anlegestelle für Dampfschiffe, heute sind sie zentraler Verkehrsknotenpunkt mit eigener S- und U-Bahn-Station. Von hier aus erkundet ihr den Hafen, die Stadt und sogar die Nordsee.
Wie kommt ihr von den Landungsbrücken aufs Wasser?
Die Landungsbrücken sind euer perfekter Ausgangspunkt für jede Art von Hafenerlebnis. Zahlreiche Boote starten hier zu klassischen Hafenrundfahrten, und Katamarane bringen euch sogar bis nach Helgoland. Wer Geld sparen möchte, nutzt die HADAG-Fähre 62 mit einem normalen HVV-Ticket und schippert wie ein echter Seemann über die Elbe.
Auch für die Besucher der Musicals "König der Löwen" oder "MJ – Das Michael Jackson Musical" gibt es einen Schiff-Shuttle, welcher sie direkt von den Landungsbrücken an das andere Elbufer bringt.
Was gibt es in der Nähe zu entdecken?
Rund um die Landungsbrücken erwartet euch geballte Hamburger Sehenswürdigkeit auf engstem Raum. Direkt nebenan findet ihr den Alten Elbtunnel sowie die Museumsschiffe Rickmer Rickmers und Cap San Diego.
Zahlreiche gastronomische Angebote, Fischbrötchenbuden und Touristenshops laden zum Verweilen ein, während ihr Container- und Kreuzfahrtschiffe vorbeiziehen seht.
Die Geschichte der Landungsbrücken
Der erste Schiffsanleger an den Landungsbrücken wurde bereits im Jahr 1839 eröffnet, mit Sicherheitsabstand zu den damals nahen Wohnhäusern, um das Löschen von Kohledampfern zu ermöglichen.
1907 entstand das markante Tuffstein-Bauwerk mit schwimmenden Pontons, die über neun bewegliche Brücken zugänglich waren. Genutzt wurde es vor allem von Personendampfern der Überseelinien, darunter die berühmten HAPAG-Schiffe.
Was geschah nach dem Krieg?
Im Zweiten Weltkrieg wurde der historische Anleger von 1907 zerstört und musste komplett neu errichtet werden. Die heutigen Pontons stammen aus den Jahren 1953 bis 1955, das letzte Verbindungsstück zwischen den Brücken 2 und 3 wurde 1976 eingesetzt. Eine umfassende Modernisierung von Überdachung und Beleuchtung erfolgte schließlich im Jahr 1999 und sorgt heute für angenehmes Ambiente.
Wer hat die Landungsbrücken erbaut?
Verantwortlich für den eindrucksvollen Bau zeichnen die Architekten Raabe & Wöhlecke, während die Bauplastiken von Arthur Bock stammen. Einer der beiden Türme zeigt euch nicht nur die Uhrzeit, sondern informiert auch über den Pegelstand der Norderelbe. Zur vollen und halben Stunde erklingt zudem die markante Glocke und sorgt für maritimes Flair.
Seit dem 15. September 2003 steht das Ensemble unter Denkmalschutz und gilt als bedeutendes Kulturdenkmal der Hansestadt.
Weitere Infos zur Geschichte der Landungsbrücken gibt es unter wikipedia.org/wiki/St._Pauli-Landungsbrücken