Stadtteil Blankenese

Stadtteile

Die Stadtteile Rissen, Blankenese, Nienstedten, Othmarschen und Groß Flottbek bilden die so genannten Elbvororte im Westen Hamburgs. Othmarschen, Nienstedten und Blankenese liegen entlang der fast 10 km-langen, Villen-gesäumten Elbchaussee, die Ottensen mit diesen vornehmen Stadtteilen verbindet. Eine andere Gemeinsamkeit dieser noblen Vororte sind die Elbstrände, die im Sommer eine wunderbare Alternative zur Nord- oder Ostsee bieten.

Der von Touristen meistbesuchte Elbvorort ist Blankenese. Ursprünglich war das schöne Hangdorf eine Fischersiedlung, in dem Kapitäne und Lotsen ihren Lebensabend verbrachten. Wie seine Nachbarorte entwickelte sich Blankenese gegen Ende des 18. und im 19. Jahrhundert zum Villenviertel der reichen Hamburger Kaufleute. Noch heute stehen kleine Kapitänshäuser, mit Stroh gedeckte Katen und vornehme Villen mit wunderschönen Parkanlagen dicht beieinander. Da früher vor Blankenese die Norder- und Süderelbe zusammenflossen, ist die Elbe hier bis zu 2,8 km breit.

Eine von vielen Deutungen des Ortsnamens besagt, dass Blankenese niederdeutsch für weiße (blanke) Nase (Nees) steht. Dies soll die Landzunge bezeichnen, deren nasser Sand weiss in der Sonne glänzte und wie eine Nase ins Meer ragte. Diese Landzunge wurde bei einer Sturmflut 1634 weggespült.

Den schönsten Blick auf das mediterran anmutende Treppenviertel und den Süllberg hat man vom Deck eines Dampfers aus. Der Blankeneser Strandweg ist Flaniermeile für alle Hamburger und Gäste der Hansestadt. Zahlreiche Restaurants bieten traditionelle Fischküche an, bei schönem Wetter natürlich auch draußen. Der breite Sandstrand ist beliebter Lagerplatz bei jungen Leuten. Ganz Mutige wagen sich sogar in die Elbe.

Einige sehenswerte, aber nicht immer zugängliche Land- oder Herrenhäuser reicher Hamburger oder Altonaer Kaufleute aus dem 18. und 19. Jh. sind das Weiße Haus von Peter Godeffroy (Elbchaussee 547), das Landhaus von G.F. Baur (Mühlenberger Weg 33), das Landhaus Warburg (Kösterbergstraße 60) und Hansens teilweise umgebautes Landhaus Blacker ("Gosslerhaus", Blankeneser Landstraße 34).

Die Blankeneser Bahnhofstraße mit Kirche, Wochenmarkt, Kino, vielen gut sortierten Geschäften, Restaurants und Eisdielen bildet das Herzstück des Stadtteils. Ob Mode oder Schmuck, Porzellan oder Teppiche, frisches Brot oder Tee: hier finden Blankeneser und Touristen alles, was das Herz begehrt!

Blankenese hat auch kulinarisch einiges zu bieten: das Restaurant Sagebiels Fährhaus (Blankeneser Hauptstraße 107) wurde 1826 im Stil einer niedersächsischen Fachwerkkate errichtet und um 1868 an den Wirt Sagebiel verkauft. Das Hotel-Restaurant Süllberg ist ein Ende des 19. Jh. errichtetes Gebäude im Stil einer Burg, das an die Burg des Erzbischofs Adalbert von Bremen-Hamburg errinern soll, die bereits im 11. Jahrhundert an der selbe Stelle stand.

Das Gourmet-Restaurant Seven Seas und das Bistro & Terrassen mit Biergarten bieten vom 75 m über dem Meeresspiegel gelegenen Süllberg eine schöne Aussicht auf die Elbe. Entlang des Strandwegs finden Fischliebhaber einige gute und traditionsreiche Fischrestaurants wie z.B. das Restaurant am Leuchtturm oder den Blankeneser Fischclub auf der Landungsbrücke am Strandweg. Das Nobel-Restaurant Dal Fabbro in einer alten Schmiede im Herzen Blankeneses verwöhnt seine Gäste mit gehobener italienischer Küche.

Die Blankeneser Kirche am Markt (Mühlenberger Weg 66) wurde 1896 erbaut und bietet Platz für 400 Personen. Die Gemeinde versucht Kirche und Kunst durch Kirchenkonzerte, Chöre, Orchester (klassische und moderne Kirchenmusik, Gospels) und Orgelkonzerte zu verbinden.

Baurs Park ist wie Gosslers Park und der Hesse Park ein von reichen Kaufleuten gekauftes Gelände, auf dem sich noch immer deren Herrenhäuser befinden. Die Zypressen und das Heckentheater (Gartenanlage in Theaterform, mit Rasenstufen und Hecken) im Römischen Garten verbreiteten südländische Atmosphäre. In den Sommermonaten dient dieses Hamburger Juwel als Kulisse für Theatergeschichten und Lesungen.

Vom Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Blankenese am Fuß des Krähenberges sind es 26 Minuten. Mit den auf der anderen Elbseite gelegenen Stadtteilen Cranz und Neuenfelde ist Blankenese durch eine Fähre verbunden. Für den Busverkehr stellen südlich der Blankeneser Landstraße die engen und kurvenreichen Straßen entlang des Hanggebiets, ein Problem dar. Abhilfe schafft die so genannte "Bergziege", ein Kleinbus, der auch durch die engen und steilen Gässchen passt.

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