Museumsschiff Peking: De Hamborger Veermaster

Das Museumsschiff Peking ist das Highlight des Hamburger Hafenmuseums. Der über 100 Jahre alte Viermaster ist nach vielen Jahrzenten wieder zurück im Heimathafen. Bei der Online-Besichtigung kann man das Innere der Peking erkunden.

Museumsschiff Peking, © SHMH
Museumsschiff Peking, © SHMH

Über 50 Meter ragen sie in die Höhe: Vier gelbe Masten des Museumsschiffes Peking. Neben der Rickmer Rickmers und der Cap San Diego ist ein weiteres Wahrzeichen in den Hamburger Hafen zurückgekehrt.

Die Peking ist über 100 Jahre alt: 1911 hatte sie ihre Jungfernfahrt. Sie war viele Jahre auf den Weltmeeren unterwegs, bevor sie in New York landete. Die Stiftung Hamburg Maritim nahm sich dem alten Viermaster an und kaufte den Frachtsegler für 100 Dollar.

Nach der Überstellung und Generalsanierung – das Schiff brauchte einen neuen Rumpf, ein Holzdeck und neue Masten – wurde es feierlich in Hamburg willkommen geheißen.

Im September 2020 begrüßten mehr als 100 Schiffe und Barkassen den Segler, der an den St. Pauli Landungsbrücken vorbei in den Hafen glitt. Die vielen Zuschauer, die sich an der Elbe versammelt haben, hießen die Peking willkommen.

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Das alte Frachtschiff hat eine lange Geschichte: Als Transporter für chinesischem Salpeter befuhr die Peking alle Ozeane und machte an vielen Orten in der Welt Halt.

Der neue Liegeplatz im Hafenmuseum

Wo passt ein alter Viermaster besser hin als in die wichtigste Hansestadt Deutschlands? Mit dem Hafenmuseum im Hansahafen hat die Peking einen perfekten Standplatz gefunden. Die Peking gehört heute zu Hamburg wie die Elbphilharmonie oder die Landungsbrücken.

Das Hafenmuseum zeigt seit 1999 ihre besondere maritime Sammlung und arbeitet die Geschichte der europäischen Häfen auf. Seit 2008 gehört das Museum zur Stiftung Historische Museen Hamburg, zu dem auch das berühmte Museum der Arbeit in Barmbek gehört.

Heute kann man das Museumsschiff von außen besichtigen. Die imposante Bauweise des Frachtseglers beeindruckt Touristen und Seeleute, die mit den Schiffen vertraut sind, gleichermaßen.

Die meisten Hafenrundfahrten fahren am Schiff vorbei – eine gute Gelegenheit, den Viermaster aus der Nähe betrachten zu können und interessante Fakten zur Geschichte der Peking zu erfahren.

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Momentan wird das Schiff innen noch fertig restauriert und auch sicherheitstechnisch auf den neusten Stand gebracht, bevor wieder Touristen und Besucher die Decks besichtigen können.

Wer das nicht mehr erwarten kann und jetzt schon das Innere der Peking erkunden möchte, kann eine Online-Besichtigung machen und jedes letzte Eck von Oberdeck bis in den Frachtladeraum virtuell begehen. Bei exklusiven Baustellenführungen kann man das unfertige Schiff ebenfalls besichtigen.

Das Warten lohnt sich jedoch: Ist das Schiff einmal bereit, um Gäste empfangen zu können, werden auf dem Zwischendeck verschiedene Episoden aus dem Leben der Peking aufbereitet.

Was macht die Peking so besonders?

Die Peking hat eine enge Verbindung zu Hamburg: 1911 wurde sie von der Reederei F. Laeisz fertiggestellt. Sie entstammt der berühmten Hamburger Werft Blohm + Voss.

Sie ist Teil der fast schon legendären Flying P-Liner der Reederei, eine Gruppe an besonders schnell und robust gebauten Windseglern. Damals war die Peking auf dem modernsten Stand der Technik. Heute gehört sie zu den letzten ihrer Art.

Die Peking kommt komplett ohne technische Hilfsmittel aus: Alles musste mit menschlicher Muskelkraft bewegt werden, vom Steuerrad bis zum tonnenschweren Anker. Die Besatzung bewegte das 115 Meter lange Schiff auch mehrere Male um das berüchtigte Kap Hoorn – eine der gefährlichsten Schifffahrtsrouten der Welt.

Doch die wilden Tage hat die Peking schon lange hinter sich: Heute steht sie, frisch restauriert und (fast) fertig für Besucher im Hafenmuseum und verbringt ihren Lebensabend in ihrer Heimatstadt Hamburg. Ein Muss für alle Seefahrtsliebhaber und Hamburg-Touristen!

Ortsinformationen

Stiftung Historische Museen Hamburg Hafenmuseum
Australiastraße 50 a
20457 Hamburg - Kleiner Grasbrook
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