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Loki-Schmidt-Garten. Botanischer Garten der Universität Hamburg

Ein großes, wunderschönes Freigelände mit Pflanzengeographie, Duft- und Tastgarten, Japanischem Garten, Bibel-, Wüsten-, Rosen-, Gift-, Bauern- und Heilpflanzengarten, Alpinum, Nutzpflanzenabteilung und Phylogenetischer Uhr. Der Botanische Garten ist seit seiner Gründung 1821 – damals noch als Bestandteil des Akademischen Gymnasiums – Teil der  Universität Hamburg.
Botanischer Garten der Universität Hamburg in Klein Flottbek, Pressefoto
Botanischer Garten der Universität Hamburg in Klein Flottbek, Pressefoto

Nachdem er 150 Jahre am Standort in den Wallanlagen am Dammtor war, wurde er Anfang der 1970er-Jahre auf Beschluss der Bürgerschaft mach Klein Flottbek verlagert. Der Botanischer Garten Hamburg in Klein Flottbek wurde 1979 eröffnet, weil eine flächenmäßige Erweiterung des Botanischen Gartens in der Innenstadt nicht mehr möglich war.

Er dient, als Teil des Instituts für Allgemeine Botanik der Universität, in erster Linie Lehr- und Forschungsaufgaben, ist aber auch für jedermann zugänglich. Neben den geografischen Abteilungen gibt es einen Arzneigarten, Bauerngarten, Giftpflanzenabteilungen und Zierpflanzengruppen. Ein Duft- und Tastgarten ist speziell für erblindete Besucher, aber auch "normal Sehende" sind willkommen, die Feinheiten der Blätter und die unterschiedlichen Düfte der Blüten wahrzunehmen.

Die Bueste von Loki Schmidt am Bauernhaus im Botanischen Garten

Der Botanische Garten wurde im Oktober 2012 nach Loki Schmidt umgenannt. Die Namensgeberin, die 2010 verstorben ist, war Ehrenbürgerin der Freien und Hansestadt Hamburg, Ehrensenatorin und Ehrendoktorin der Universität Hamburg. Den Blick für die Natur besaß Loki Schmidt schon früh. Als Lehrerin vermittelte sie ihre Freude an der Pflanzenwelt an junge Menschen, als Deutschlands Botschafterin für die Natur setzte sie sich regional und international für den Schutz der Pflanzenwelt ein. Der Botanische Garten in Hamburg lag ihr besonders am Herzen, wie die großartigen und vielfältigen Einsätze zur Erforschung und Erhaltung biologischer Vielfalt beweisen, ebenso wie ihr unermüdliches Eintreten für die naturwissenschaftlichen Sammlungen, insbesondere der biologischen Sammlung, der Universität Hamburg. Auch wenn sie ihren Traum von einem großen Naturkundemuseum nicht verwirklichen konnte, fand immerhin das Botanische Museum im Loki Schmidt Haus eine neue Perspektive.

Ortsinformationen

Botanischer Garten der Universität Hamburg Loki-Schmidt-Garten
Hesten 10
22609 Hamburg - Osdorf
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