Initiative "Kuh & Kalb" von Provieh zur kuhgebundenen Kälberaufzucht

Provieh stellt im Rahmen seiner Initiative "Kuh & Kalb" anhand eines Erklärfilms die kuhgebundene Kälberaufzucht als eine artgemäße Alternative in der Milchviehhaltung vor.

Kuh & Kalb, Pressefoto
Kuh & Kalb, Pressefoto

Milch, Joghurt und Käse stehen in Deutschland bei einem Großteil der Bevölkerung mehr oder weniger regelmäßig auf dem Speiseplan.

Dabei wünschen sich immer mehr Menschen eine wertschätzende und artgemäße Tierhaltung und legen großen Wert auf einen verantwortungsvollen Konsum.

Um Milch zu geben, muss eine Kuh regelmäßig ein Kalb gebären. Wird ein Kälbchen geboren, ist die Mutterkuh in den ersten Lebenswochen des Kalbes durch einen starken Mutterinstinkt geleitet.

Durch die gemeinsame Aufzucht bildet sich langfristig eine enge Kuh-Kalb-Bindung aus, in der das Kalb intensiv vom erwachsenen Tier lernt

Wie leben Kuh und Kalb im System "Milchproduktion"?

In Deutschland werden jedes Jahr etwa vier Millionen Kälber geboren. Davon werden die meisten Kälber direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt, da die Milch der Mutter verkauft werden soll.

Die Kälber werden dann mit einem Gemisch aus Kuhmilch und billigem Milchaustauschpulver getränkt.

Nur wenige weibliche Jungtiere werden für die Nachzucht benötigt. Ähnlich wie die männlichen Küken der Legehennen sind die männlichen Kälber daher eher ein unerwünschtes "Nebenprodukt".

Unzählige Bullenkälber werden bereits im Alter von zwei Wochen über lange Strecken ins Ausland transportiert, um dort in Intensiv-Mastanlagen unter widrigen Bedingungen gemästet zu werden.

Kühe in Massentierhaltung, © Pixabay.com/Fred Lehmann
Kühe in Massentierhaltung, © Pixabay.com/Fred Lehmann

Ein Kalb gehört zur Kuh

Dieser Entwicklung, die rein auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet ist, möchte Provieh entgegenwirken.

Die Organisation für Nutztierschutz macht sich stark für die Umstellung auf kuhgebundene Kälberaufzucht, in welcher die Tiere ihre natürlichen Bedürfnisse besser ausleben können.

Mittlerweile gibt es immer mehr Betriebe, die auf diese Aufzuchtform umsteigen.

Provieh steht regelmäßig im Austausch mit diesen Höfen und gewinnt neue Erkenntnisse.

Dadurch sollen noch viele weitere Landwirte und Verbraucher von dieser Aufzuchtform überzeugt werden, damit Kälber zukünftig bei ihren Müttern aufwachsen können.

Viele Menschen wünschen sich eine neue Form der Milchkuhhaltung. Um ein verantwortungsvolles Einkaufen zu ermöglichen, hat Provieh eine "Kuh und Kalb-Karte" veröffentlicht.

Erklärvideo: Provieh erklärt die kuhgebundene Kälberaufzucht

Weitere Infos findet ihr Online bei Provieh.

Quelle: Provieh e.V.

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