Hamburgs Alsterschwäne zurück im Winterquartier

Als lebende Wahrzeichen Hamburgs schmücken die Alsterschwäne Binnen- und Außenalster. Die enge Verbundenheit der Hansestadt zu ihren Schwänen hat eine lange Tradition: Schon eine Mühlenabrechnung von 1591 belegt, dass damals Hafer, Gerste und anderes Getreide von der Stadt für die Tiere bereitgestellt wurde.

Alsterschwäne, © hamburg-magazin.de
Alsterschwäne, © hamburg-magazin.de

1664 wurden sie vom Hamburger Rat sogar unter besonderen Schutz gestellt; die Schwäne wurden fortan nicht mehr als wilde, sondern als zahme Tiere betrachtet, und es war bei Strafe verboten, die Vögel zu "beleidigen", zu verletzen oder zu töten. Als repräsentative Gastgeschenke fanden Hamburger Schwäne sogar den Weg in andere Regionen und Länder.

Seit 1818 sorgt ein eigens von der Stadt dafür besoldeter "Schwanenvater" für die Tiere. Er versorgt sie mit Futter, kümmert sich um verletzte Tiere und bringt sie im Winter auf den eigens für sie eisfrei gehaltenen Mühlenteich in Eppendorf.

Jedes Jahr ab dem Frühjahr verbringen die Alsterschwäne den Sommer über auf der Alster.

Schwanenvater Olaf Nieß entlässt dann gemeinsam mit Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz die 120 Tiere am Eppendorfer Mühlenteich in die Freiheit. Von dort geleitet er sie über die Krugkoppelbrücke bis zum AlsterCliff.

Es ist wichtig, dass die Tiere im Frühjahr ihre angestammten Brutplätze einnehmen können, bevor sie von anderen großen Wasservögeln in Beschlag genommen werden und dadurch die diesjährige Alsterschwan-Nachkommenschaft gefährdet wird.

Alsterschwäne beziehen Winterquartier

Wenn die kalte Jahreszeit beginnt machen es sich Hamburgs Alsterschwäne im Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich gemütlich. Schwanenvater Olaf Nieß hat seine Schützlinge am 16. November 2021 wieder eingesammelt und sie mit einem Boot zu ihrem Winterquartier gefahren.

Viele Schwäne mussten jedoch in weiter entfernten Brutplätzen gesucht werden, weil der deutliche Anstieg von Wassersportlern im Frühjahr und Sommer die Schwäne aus ihren angestammten Brutplätzen vertrieben hat.

Weil im Norden erneut die Vogelgrippe kursiert, werden die Schwäne in diesem Jahr erneut in einem geschützten Zelt den Winter verbringen. Das Winterquartier ist rund 500 m2 groß. Das Zelt ist mit Stroh ausgelegt, zusätzlich befindet sich hier jedoch auch noch ein kleiner Teich, in dem die Schwäne auch im Winter baden und fressen können.

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