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Bezirk Bergedorf

Bergedorf liegt im Südosten Hamburgs und ist mit 154 km² der Bezirk mit der zweitgrößten Fläche der Hansestadt. Im Vergleich zu den anderen sechs Bezirken zählt er die wenigsten Einwohner auf größter Fläche und verfügt über die umfangreichsten Grün- und Ackerflächen. Etwa im Bergedorfer Gehölz, einem rund 2 km² großen Wald zwischen dem Hamburger Stadtteil Bergedorf und der holsteinischen Gemeinde Wentorf.
Bergedorfer Schloss, © hamburg-magazin.de
Bergedorfer Schloss, © hamburg-magazin.de
Zum Bezirk Bergedorf gehören die Stadtteile Allermöhe, Altengamme, Bergedorf, Billwerder, Curslack, Kirchwerder, Lohbrügge, Moorfleet, Neuengamme, Ochsenwerder, Reitbrook, Spadenland und Tatenberg.

Fläche:154,8 km²
Einwohner: 122.209 (789 Einwohner/km²)
Stadtteile: Allermöhe, Altengamme, Bergedorf, Billwerder, Curslack, Kirchwerder, Lohbrügge, Moorfleet, Neuallermöhe, Neuengamme, Ochsenwerder, Reitbrook, Spadenland, Tatenberg

Im Mittelalter eine stolze Stadt

Der Stadtteil Bergedorf bildet das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Bezirks. Bergedorf ist als Kirchspiel "Bergerdorp" 1162 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Damals wechselte es vom Erzbistum Hamburg und zum Bistum Ratzeburg. Das historische Zentrum mit Schloss, Kirche und Kornwassermühle entstand während der Dänenzeit 1202-27. 1275 erhielt Bergedorf die Stadtrechte. Mehr als 400 Jahre (1420-1866) hatte Bergedorf zwei Besitzer: Hamburg und Lübeck. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz (1937) wurde Bergedorf zum Hamburger Stadtteil. Die Stadt hatte zwar bereits seit 1868 zum Hamburger Staat gehört, war aber zunächst selbstständig geblieben.

Charme einer kleinen Vorstadt

Die ehemalig selbstständige Stadt Bergedorf hat noch heute einen Sonderstatus in Hamburg. Gern bezeichnen sich die Einwohner hier als Bergedorfer. Als Zentrum der Vier- und Marschlande hat es seine Eigenständigkeit voll erhalten. Mit eigenem Rathaus, eigener City und eigenen Zeitungen bietet Bergedorf den Charme einer kleinen Vorstadt am Rande der Millionenmetropole Hamburg. Highlight ist hier das Bergedorfer Schloss mit dem schönen Stadtpark. Die Vierlande im Osten Bergedorfs erstrecken sich am Rande der Elbdeiche und laden nicht nur zu idyllischem Wohnen, sondern auch zu gemütlichen Spaziergängen ein. Nicht umsonst wird Bergedorf von vielen Hamburgern als Bauerndorf bezeichnet.

Draußen im Grünen

Bergedorf hat einen charmanten Ortskern mit zwei schmucken Kirchen und schiefen Fachwerkhäusern. Es gibt mehr als 300 Läden, darunter viele traditionsreiche Fachgeschäfte. Neu ist das City-Center Bergedorf. Bergedorf gilt als bevorzugte Wohngegend. Stattliche Altbauvillen und Einfamilienhäuser prägen das Bild. Im Bergedorfer Hafen starten Schiffsfahrten in die Vier- und Marschlande, in den Hamburger Hafen und an die Alster.

Dünen wie am Strand

Die Boberger Dünen bei Bergedorf sind Hamburgs letzte Wanderdünen. Die imposante Dünenlandschaft reichte einst vom Berliner Tor bis Bergedorf. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der feine Sand jedoch abgetragen und verbaut. Der Hamburger Aero Club ist seit 1952 mit seinem Segelflugplatz in Boberg ansässig.

Quelle:
Fläche: Stand Jahresabschluss 2011, Quelle: Hauptübersicht der Liegenschaften, Amtliches Liegenschaftskataster
Einwohner: Stand Ende November 2012, Quelle: Fortschreibung der Volkszählung

Ortsinformationen

Bezirksamt Bergedorf
Wentorfer Straße 38
21029 Hamburg - Bergedorf
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