Biergärten in Hamburg: Im Freien schmeckt's einfach besser

Bars & Kneipen

Biergarten, © iStock.com/kzenon

Biergarten, © iStock.com/kzenon

Draußen sitzen und ein köstliches Bier in der Sonne trinken – in Hamburg hat das Tradition. Denn bereits zur Jahrhundertwende gab es in der Innenstadt, an der Reeperbahn, an der Alster und an der Elbe unzählige Biergärten. Dennoch müssen wir zugeben: Biergärten an sich sind keine Erfindung aus Hamburg, sie entstanden ursprünglich in München. Und dort gelten in einigen von ihnen immer noch Regeln wie vor zweihundert Jahren. So darf man in vielen Gärten seine Brotzeit mitbringen, sofern man das angebotene Bier bestellt. Nein, in Hamburg ist so etwas nicht üblich, hier wird getrunken und gegessen, was nach der Bestellung auf den Tisch kommt. Eigene Speisen dürfen gerne bei einem privaten Picknick gegessen werden, aber nicht in einer Gastwirtschaft. Doch das ist alles andere als tragisch, denn oft sind die angebotenen Speisen grandios.

Hauptsache: draußen

Auch sonst haben die Biergärten in Hamburg fast nur den Namen mit den süddeutschen Cousins gemein. Denn wo in München die Brauereien ihr eigenes Bier ausschenken, gibt es in den Biergärten Hamburgs mehrheitlich die Getränke bekannter Marken. Was allerdings das Fassungsvermögen einiger Biergärten betrifft, muss sich Hamburg nicht verstecken. So können im Landhaus Walter im Stadtpark bis zu 5.000 Gäste bewirtet werden.

Es ist kein Wunder, dass Biergärten auf der ganzen Welt gut besucht sind. Draußen sitzt man schließlich meist ungezwungener und entspannter zusammen. Es gibt keine Wände, keine Fenster, man genießt den Sommer im Freien. Und in Hamburg beginnt der Sommer, wenn der Regen aufhört: Sobald die Sonne rausschaut, ganz egal, welcher Monat gerade ist, gehen die Hamburger in Biergärten. Das können auch Beach-Clubs wie der Central Park in der Schanze sein oder Gaststätten mit einer kleinen Terrasse im Hinterhof wie das Riedels in Ottensen. Hauptsache, Tisch und Stuhl stehen draußen.

Sehen und gesehen werden

Hier geht es vor allem darum, auf etwas zu gucken, denn in Hamburg weiß man zu schätzen, was man hat. Die Biergärten an der Alster laden förmlich dazu ein, auf Segelboote und Schwäne zu schauen. An der Elbe wiederum ziehen die großen Pötte vorbei, die Container-Terminals dominieren den Horizont.

Im Stadtpark geht es dagegen ums Hören: Mit ein wenig Glück findet gleich nebenan ein Open-Air-Konzert statt. Oder man schaut zu, wie die Kinder im Sand spielen und Burgen bauen, wie im wunderschönen 28Grad, dem familienfreundlichen Beachclub in Wedel, gleich vor den Toren der Stadt. Hierher kommt man übrigens am besten mit der S-Bahn bis Wedel und dann mit der Buslinie 189 bis zur Haltestelle Bei der Doppeleiche.

Zuschauer in der ersten Reihe

Generell gibt es an der Elbe so viele schöne Biergärten, dass es eigentlich unfair wäre, einen herauszupicken. Doch die Alte Welt soll nicht unerwähnt bleiben. Direkt unterhalb des Altonaer Balkons, wo Picknickfreunde und Boules-Spieler sich über Neumühlen verlustieren, sitzt man auf einfachen Klappstühlen oder Bänken bei guten Kuchen und Getränken, kann Hunden und Kindern beim Spielen zuschauen. Die Musik, die man hier hört, wird von Schiffshörnern gespielt. Hier tickt dann auch die Uhr ein wenig langsamer. Und das zeigt das Besondere an den Biergärten in Hamburg: Es ist nicht unbedingt das Lokal, was einen lockt, es ist das Drumherum. Das beweisen die ganz unterschiedlichen Biergärten in der ganzen Stadt immer wieder aufs Neue.

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