Wandern in Hamburgs Natur

Hamburger wissen es, aber Quiddjes muss man es noch sagen: Hamburg ist nicht nur die grünste Großstadt Deutschlands, weltweit belegt sie den sehr guten neunten Platz. In der Hansestadt kommen durchschnittlich 114 Quadratmeter Grünfläche auf einen Einwohner. Zum Vergleich: In Tokio sind es gerade einmal vier, in Berlin immerhin 88 Quadratmeter. Gezählt werden Wälder, öffentliche Gärten und Parks, aber auch Golfplätze, Obstgärten und Bauernhöfe. 

© iStock.com/Tero Vesalainen
© iStock.com/Tero Vesalainen

Viele der Flächen sind offen für Besucher und laden zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Mehr noch: Einige der besonders schönen Grünanlagen stehen sogar unter Naturschutz, beispielsweise die Boberger Niederung. Das Gebiet befindet sich im Südosten Hamburgs zwischen Billstedt und Billwerder. Das Areal ist etwa fünf Kilometer lang und eineinhalb Kilometer breit. Die unverwechselbare Landschaft beherbergt auch die letzten Wanderdünen Hamburgs. In knapp zwei Stunden kann man das Gebiet gut zu Fuß erkunden.

Startpunkt des Wanderweges ist der Parkplatz an der "Boberger Furt", von hier geht es zum Info-Haus und weiter am südlichen Dünenrand entlang in Richtung Badesee. Wer möchte, kann dort auch ein kleines Picknick veranstalten oder sich im Sommer ein Bad gönnen.

Südlich der Elbe, wo für viele Hamburger bereits Süddeutschland beginnt, liegen die Harburger Berge. Auch wenn sich hier mit dem Hasselbrack die höchste natürliche Erhebung Hamburgs befindet, wirkt der Begriff "Berge" wohl ein bisschen zu hoch gegriffen: Das gesamte Gebiet thront gerade mal 155 Meter über dem Meeresspiegel. Für ausgedehnte Wanderungen und Fahrradtouren reicht das aber locker, um ordentlich aus der Puste zu kommen. Diverse Wanderwege führen an den Harburger Bergen vorbei, darunter zum Beispiel der 8.000 Kilometer lange Europäische Fernwanderweg E1, der vom Nordkap in Norwegen bis nach Fortino in Süditalien führt. 

Weitere Wandertipps in Hamburgs Natur: Von Ohlstedt geht es in den Duvenstedter Brook im Nordosten Hamburgs und in den angrenzenden Wohldorfer Wald. In Poppenbüttel lohnt sich ein Besuch des Naturschutzgebietes Wittmoor. In Rissen befindet sich an der Grenze zu Schleswig-Holstein das Waldgebiet und Wildgehege Klövensteen. Und künftig wird die Stadt noch grüner, denn zwischen Elbe und Alster entsteht in den kommenden Jahren ein Megapark. 

Weitere Empfehlungen