Winterdom in Hamburg

Der Hamburger Dom ist eines der größten Volksfeste in Deutschland. Der Winterdom findet voraussichtlich vom 4. November bis 4. Dezember 2022 statt.

Riesenrad auf dem Hamburger Dom, @ hamburg-magazin.de
Riesenrad auf dem Hamburger Dom, @ hamburg-magazin.de

4 Dom-Neuheiten 2022

Beim Sommerdom gab es in diesem Jar 4 Dom-Neuheiten. Unter anderem kehrte der AIRWOLF zurück! Für viele DOM-Fans genießt der Airwolf Kultstatus. Jetzt kehrt er als 2.0-Version zurück. Der Besitzer ist neu, der Name ist neu, aber die Fahrt hat nichts von ihrem Spektakel eingebüßt. Als Airwolf – Sky Control lässt das Highspeed-Fahrgeschäft die Herzen der Action-Fans wieder höherschlagen.

Das Rock & Roll ist ein völlig neuer Fahrzeugtyp, feierte erst vor zwei Jahren Premiere und ist europaweit einzigartig. Im sogenannten X-Drive lernen die Fahrgäste in maximal 23 Metern Höhe eine ganz neue Art des Überschlagens und Rotierens kennen. Durch den schräg gelagerten und sich um 360°Grad drehenden Gondelarm in Kombination mit den freischwingenden Gondeln entsteht eine mehrdimensionale Fahrt bei der die Fluggäste unberechenbare Überkopf-Momente in verschiedenen Höhen und bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten erleben.

Ein absoluter Karussell-Klassiker ist die Pool Party – ein fliegender Teppich. Diesmal allerdings in der Aufmachung einer Luftmatratze. Hat sie erstmal Fahrt aufgenommen, geht’s mit ordentlich Schwung und Bauchkribbeln 16 Meter hoch in die Lüfte. Die familienfreundliche Fahrt ohne Überschlag verspricht Sommerspaß für Groß und Klein.

Die Neuheit Krake XXL zeichnet sich durch einen asymmetrischen und unvorhersehbaren Bewegungsablauf aus. Die auftretenden Kräfte ändern sich nahezu sekündlich, so dass die Fahrt zu jedem Zeitpunkt spannend bleibt. Durch geschickte Gewichtsverlagerung können die Fahrgäste die Gondel auch selbst in Rotation versetzen und so das einzigartige Fahrgefühl noch verstärken.

Premiere 2022: "Hamburger Dom - damals"

So sah der Hamburger DOM früher aus. Der „Hamburger DOM – damals“ nimmt seine Gäste mit in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schon das Entree lässt vermuten, was die Besucher auf dem 2.000 qm großen Areal erwartet. Alle Ausstellungsstücke, Fahrgeschäfte und Zugmaschinen sind keine Nachbauten, sondern echte Einzelstücke aus der jeweiligen Zeit. Sobald man das Eingangstor passiert, wird man um Jahrzehnte zurückversetzt.

Die Schausteller haben für den „Hamburger DOM – damals“ ihre Hallen und Sammlungen geöffnet und viele Raritäten gefunden. Historische Fahrgeschäfte und eine spannende Ausstellung mit Original Exponaten aus der jeweiligen Zeit zeigen das damalige DOM-Leben. Die Ausstellung gewährt Einblicke in eine der ältesten und größten Veranstaltungen der Hansestadt, die es so noch nicht gegeben hat. Wie sind die Schausteller damals gereist, wie haben Sie gelebt? Was waren damals die beliebtesten Attraktionen und ab wann gab es die ersten Fahrgeschäfte? Auf all‘ diese Fragen gibt der „Hamburger DOM – damals“ die Antworten. Eine Fahrt im Riesenrad von 1928 oder im Kinderkarussell aus den 50er Jahren rundet das historische Erlebnis ab.

Highlights:

  • Große Ausstellung mit einzigartigen historischen Exponaten und vielen Informationstafeln
  • Riesenrad von 1928
  • Kinderkarussell aus den 50er Jahren
  • Kirmesorgel von 1892
  • Original Zugmaschinen und Wohnwagen

Der Eintritt für die Eventfläche beträgt 3,50 Euro für alle Besucher ab 15 Jahren. Kinder ab 6 Jahren zahlen 2,50 Euro und alle Kinder bis einschließlich 5 Jahren haben freien Eintritt.

Führungen durch den „Hamburger DOM – damals“:
Der „Hamburger DOM – damals“ als Gruppenerlebnis: Für Firmen und Gruppen bietet der Hamburger DOM geführte Touren an, die vorab online unter www.hamburger-dom-damals.de gebucht werden können. Professionelle Guides führen dabei durch die verschiedenen Jahrzehnte und Themen und beantworten Besucherfragen. Kleine Anekdoten und Familiengeschichten lassen die Geschichte wieder lebendig werden.

Der Hamburger Dom – kurz erklärt

Dreimal im Jahr präsentieren über 260 Schausteller Gastronomie, Fahrgeschäfte, Losbuden und vieles mehr auf dem Heiligengeistfeld. Auf einer Fläche von 160.000 m2 sind bunte Buden, Familien- und Kinderfahrgeschäfte, nostalgische Karussells sowie hochmoderner Action-Spaß zu bewundern. Die "Dom-Straßen", beidseitig bebaut, haben eine Gesamtlänge von ca. 3,3 km.

Auf dem Dom findet der Besucher eine bunte Mischung aus Fahr-, Schau- und Belustigungs-, Süßwaren- sowie Verkaufsgeschäften, Kinderkarussells, Schießhallen, Spiel-, Automatenspielgeschäften, Bauchläden und, nicht zu vergessen, eine vielfältige Dom-Gastronomie bestehend aus Imbiss-, Schankbetrieben, Festzelt und Bäckereien.

Für Familien oder Gruppen, die ihr Auto stehen lassen, eine Tages- oder Gruppenkarte lösen und mit den Bussen und Bahnen des HVV zum Dom kommen, heißt es bei allen Fahr-, Kinderfahr- sowie Schau- und Belustigungsgeschäften: Nur einmal Zahlen, die zweite Person fährt kostenlos mit! Pro Fahrkarte können die Familien oder Gruppen dieses Angebot zweimal nutzen.

DOM-Termine für 2022

  • Frühlingsdom: 25. März bis 24. April 2022
  • Sommerdom: 22. Juli bis 21. August 2022
  • Winterdom: 4. November bis 4. Dezember 2022

Alle Angaben ohne Gewähr

Öffnungszeiten: Mo-Do von 15.00 bis 23.00 Uhr, Fr/Sa bis Mitternacht (0.00 Uhr), sonntags 14.00 bis 23.00 Uhr. Mittwoch ist Familientag mit ermäßigten Preisen für alle Fahrgeschäfte und viele Verkaufsstände. Das Feuerwerk findet jeden Freitag (außer Karfreitag) um 22.30 Uhr statt.

Geschichte des Hamburger Doms

Seinen Ursprung hat Norddeutschlands größtes Volksfest bereits im 11. Jahrhundert. Damals war es üblich, dass die fliegenden Händler bei Hamburger "Schmuddelwetter" in den Kapellen des Mariendoms am Speersort Schutz suchten – es war "Dom-Zeit".

Im Jahr 1337 wurde den Händlern offiziell die Genehmigung erteilt, bei schlechtem Wetter ihre Stände in der Kirche aufbauen zu können. Und da es im Dezember fast immer regnete, war der Weihnachtsmarkt schneller unter den Sternengewölben des Gotteshauses etabliert, als dem Erzbischof lieb war.

Jahrmarktzeit ist Schaustellerzeit – nicht so in der Hansestadt. Hamburg hatte offenbar früh ein Herz für die Schausteller. Bereits im 16. Jahrhundert durften sie das ganze Jahr über und nicht nur auf den offiziellen Jahrmärkten in der Stadt auftreten. Der Vorläufer des Hamburger Doms entwickelte sich rasch zu einer höchst vergnüglichen Angelegenheit und wurde zum Treffpunkt für die Jugend.

Anfang des 19. Jahrhunderts begann der Mariendom zu bröckeln. Eine Restaurierung kam nicht in Frage und so wurde das Gotteshaus zwischen 1804 und 1806 kurzerhand abgerissen. Es war das Ende des Mariendoms, aber nicht das Ende des Marktes. Auf Senatsbeschluss verteilten sich die Händler auf die Marktplätze der Stadt.

Bereits 1880 bauten die ersten Schausteller ihre Buden auf dem Heiligengeistfeld und der angrenzenden Glacierchaussee auf. Als 1892 die Cholera ausbrach, verbannte die Freie und Hansestadt Hamburg das alljährliche Spektakel ganz auf das Heiligengeistfeld, wo es noch heute regelmäßig drei Mal pro Jahr stattfindet und Hamburger und Gäste gleichermaßen erfreut.

Ortsinformationen

Hamburger Dom
Heiligengeistfeld
20359 Hamburg - St. Pauli
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