Kulturfestival arabesques 2026 – Humor als Brücke

Mitreißend, vielschichtig und inspirierend: Das deutsch-französische Kulturfestival arabesques 2026 setzt ganz auf die Kraft des Humors und lädt zu Begegnungen, Musik, Satire und bewegenden Geschichten ein.

eine Sängerin, zwei Männer mit Kontrabass und Gitarre sowie drei Schaupielende
Vielfältige Künstler beim arabesques Festival 2026, © v.l.n.r. Boris Bocheinski | La Raymonde | Kellertheater
Wann? 22. Januar bis 28. Februar 2026
Wo? verschiedene Spielstätten in und um Hamburg
Karten: Direkt hier Tickets für arabesques bestellen.
Programm: Das vollständige Programm ist unter arabesques-hamburg.de zu finden.

Was macht das Festival arabesques besonders?

Das Festival arabesques bringt vom 22. Januar bis 28. Februar 2026 Kulturfans aus Deutschland, Frankreich und Polen zusammen. Mit Ausstellungen, Satiren, Filmen, Musik und Lesungen steht der Humor im Mittelpunkt – als Werkzeug für Leichtigkeit und mutige Kritik. Das Festivalthema "Derrière le rire – Hinter dem Lachen" inspiriert dazu, mit heiterer Gelassenheit auf die Welt zu blicken und mehr Verständnis füreinander zu entwickeln.

Welche Highlights erwarten euch?

Das Festival feiert den 100. Geburtstag von René Goscinny, dem Schöpfer von Asterix & Obelix, Le petit Nicolas und Lucky Luke. Comics werden hier zur "neunten Kunst". Über das Lachen hinaus erkundet das Programm das kulturelle Erbe Goscinnys – von osteuropäischen Wurzeln über französische Klassik bis hin zu Einflüssen aus dem Exil. Texte, Bilder und Lesungen laden dazu ein, hinter die Fassade des Humors zu blicken.

Welche Musik könnt ihr erleben?

Mitreißende Live-Acts stehen auf dem Programm: Das Quintett Rendez-Vous verleiht französischen Chansons einen Swing-Twist. La Raymonde verbindet bretonischen Folk und Alternative Rock mit amerikanischem Songwriting. Die Sängerin Véronique Elling und ihr Ensemble interpretieren Jacques Brel und andere Größen neu. Jazzfans erleben mit Emil Miszk und Sławek Koryzno die Improvisationskunst aus Gdansk. Vielfalt und musikalische Leidenschaft prägen das Festival.

Welche Rolle spielen Film und Malerei?

Die Malerin und Pianistin Marie-Luise Zetchi Bolte setzt sich in Ausstellungen und Live-Performances mit Humor und Lebensfreude auseinander. Sie verbindet Malerei mit Musik und macht den Stummfilmklassiker "Bestia" live hörbar. Die Filmsektion zeigt Kurzfilme aus Deutschland, Polen und Frankreich, die Erinnerung, Identität und europäische Perspektiven beleuchten – von Essayfilm über Animation bis Fiktion.

Wie regen Satire und Workshops zum Nachdenken an?

Satiriker wie Adam Gusowski und Piotr Mordel vom Club der Polnischen Versager nehmen Einbürgerungsrituale und Alltagskultur aufs Korn. Komödiantische Lesungen und Performances – etwa "Pièce Montée" von Les France-Brötchen – beleuchten gesellschaftliche Themen und die weibliche Lebensrealität. Workshops zur Parodie, unter Leitung der preisgekrönten Autorin Juliette Affholder-Bonné, regen an, mit Humor kritisch zu reflektieren.

Was erfahrt ihr über Erinnerung und Zeit?

Arabesques lädt dazu ein, die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erkunden. Das Publikum bringt Erinnerungsstücke mit und erzählt Geschichten von deutsch-polnisch-französischen Erfahrungen. Historische Spaziergänge, etwa mit Dr. Jürgen Bönig auf den Spuren von Heinrich Heine, verbinden persönliche und kollektive Erinnerung. Das Festivalfinale bietet acht Kurzfilme, die Zugehörigkeit, Verlust und neue Perspektiven in Europa thematisieren.

Warum lohnt sich ein Besuch besonders?

Ihr erlebt ein vielseitiges, interkulturelles Programm, das Humor als verbindende Kraft feiert. Von Comic-Kunst und Musik über Film und Satire bis zu bewegenden Zeitreisen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Begegnungen und Austausch stehen im Fokus – mit dem Ziel, Verständnis und Zuversicht zu stärken.

Weitere Tipps für kulturelle Veranstaltungen findet ihr bei uns im www.hamburg-magazin.de!

gezeichneter Umriss einer Frau vor türkisem HIntergrund
arabesques Logo 2026, © Elke Ehninger

Über das Kulturfestival arabesques

Das Deutsch-Französische Kulturfestival arabesques wurde 2012 zum ersten Mal von Barbara Barberon-Zimmermann und Nicolas Thiébaud ins Leben gerufen und findet seitdem jedes Jahr statt.

Der Name des Festivals stammt aus der arabischen Ornamentkunst, in der kalligrafische und natürliche Formen ein facettenreiches Gesamtbild ergeben. Der Begriff hat Eingang in den europäischen Kulturraum gefunden und bezeichnet diverse Kunstformen.

Die Festivalorganisatoren möchten mit arabesques Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ermöglichen, bei Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Theater- und Filmvorführungen, Debatten und Tanzdarbietungen zu entdecken, wie sich verschiedene Kulturen begegnen, Trennendes überwinden und zu einem neuen gemeinsamen Ausdruck finden.

Ziel ist außerdem, das Interesse an der französischen und deutschen Sprache und die Zusammenarbeit von Frankreich und Deutschland als Motor für den Friedensprozess in Europa zu fördern. Von der deutsch-französischen Freundschaft aus blickt arabesques über die Grenzen hinweg auf internationale Fragestellungen.

Eine inhaltliche Klammer bildet das jedes Jahr wechselnde Thema, das der Frage nachgeht, wie die Grundwerte eines demokratischen Europas, der verantwortungsvolle Umgang miteinander gelebt und geschützt werden können.

Weitere Infos unter www.arabesques-hamburg.de

Quelle:  Kulturfestival arabesques / Regine Eickhoff-Jung