HALT – Fotokunst in der HafenCity

Drei junge Hamburger Fotokünstler zeigen vom 5. bis 14. Juni 2026 ihre Abschlussarbeiten in der HafenCity. Die Ausstellung "HALT" ist Teil der 9. Triennale der Photographie und beleuchtet Identität, Verletzlichkeit und Zugehörigkeit aus ungewöhnlichen Perspektiven.

Drei Fotografien der beteiligten Kunstschaffenden
Ausstellung HALT, © Mailine Reicke, David Löffer und Teresa Halbreiter
Wann? 5. bis 14. Juni 2026, täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr
Wo? Coffee Plaza HafenCity
Eintritt: frei

Was erwartet euch bei "HALT"?

Die Gruppenausstellung vereint drei fotografische Positionen, die sich mit inneren und äußeren Räumen des Menschseins auseinandersetzen. Teresa Halbreiter, David Löffler und Mailine Reicke präsentieren ihre Masterprojekte aus dem Studiengang Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie an der HAW Hamburg. Jede Arbeit nähert sich auf eigene Weise den Fragen: Woran halte ich fest? Wo finde ich meinen Platz?

Wo und wann könnt ihr die Werke sehen?

Die Ausstellung findet auf der freien Gewerbefläche "Coffee Plaza" am Sandtorpark 6 in der HafenCity statt. Vom 5. bis 14. Juni ist sie täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Die Vernissage startet bereits am 4. Juni um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei – eine Kooperation mit der Initiative add art macht's möglich.

Wie positionieren sich Frauen beim Militär?

Teresa Halbreiter untersucht mit ihrer Serie "Stillgestanden" junge Frauen in militärischen Strukturen. Ihre Fotografien zeigen, wie Disziplin, Hierarchie und männlich geprägte Normen die Identität formen. Die Arbeit stellt die Frage, wie sich Weiblichkeit und Individualität in einer Institution behaupten, die von Uniformität lebt. Mit dieser Serie gewann Halbreiter den European Student Award 2026 bei den Sony World Photography Awards.

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Wie lässt sich Depression sichtbar machen?

David Löffler erforscht in "Brücken und Barrieren" die Grenzen der Sprache bei depressiven Erfahrungen. Mit Fotografien, Videos und Installationen übersetzt er innere Bildwelten in künstlerische Formen. Sein Projekt nutzt Metaphern als Werkzeug, um das Unsagbare erfahrbar zu machen. So eröffnet er Außenstehenden einen Zugang zu komplexen Gefühlswelten, die sich oft nicht in Worte fassen lassen.

Was bedeutet Zuhause wirklich?

Mailine Reicke begreift Zuhause als wandelbares Konstrukt zwischen Ort, Beziehung und Erinnerung. Ihr Projekt "6 Jahre, 10 Umzüge, 5 Städte, 2 Länder, 9 Betten" dokumentiert ihre persönliche Suche nach Zugehörigkeit. Die fotografische Recherche macht sichtbar, wie sehr das Gefühl von Heimat ein vielschichtiges inneres Gefüge ist – weniger geografischer Punkt als emotionale Verankerung.

Warum lohnt sich der Besuch?

Die drei Positionen zeichnen gemeinsam ein vielschichtiges Bild menschlicher Identität. Sie zeigen, wie gesellschaftliche Strukturen, psychische Landschaften und die Suche nach dem eigenen Platz uns prägen. Die Ausstellung bietet intime Einblicke in Themen, die uns alle betreffen – von militärischer Disziplin über mentale Gesundheit bis zur Frage nach Heimat. Jede Arbeit lädt zum Innehalten und Reflektieren ein.

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Quelle:  add art

Ortsinformationen

Coffee Plaza
Am Sandtorpark
20457 Hamburg - HafenCity