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Schlussverkauf – Hype um die Rabattschlacht

Die Händler versuchen sich mit Rabatten zu übertrumpfen und Kunden in die Geschäfte zu locken: Wenn der Schlussverkauf in vollem Gange ist, ziehen die meisten Schnäppchenjäger los um saisonale Kleidung günstig zu shoppen.
Lederjacken, © Rainer Sturm / pixelio.de
Lederjacken, © Rainer Sturm / pixelio.de

Seit mehr als 100 Jahren gibt es bereits den Schlussverkauf. In einem Gesetzestext von 1909 steht geschrieben, dass jeweils zum Saisonende die Produkte im Einzelhandel zu vergünstigten Preisen verkauft werden dürfen. Bis zu diesem Jahr profitierten nur Beamte oder Angestellte eines Herstellers von günstigen Angeboten, die sie über den Fabrikverkauf kaufen konnten.

Seitdem sind vor allem der Juli für den Sommerschlussverkauf (SSV) und der Januar für den Winterschlussverkauf (WSV) besonders bei modebewussten Menschen im Kalender markiert, um noch ein Schnäppchen zu machen. Ab dem letzten Montag im Juli konnten die Verbraucher dann über zwei Wochen (zwölf Werktage) sehr günstig einkaufen. Regelmäßig sah man an jenen Montagen regelrechte Menschentrauben vor Geschäften, wenn der SSV eingeläutet wurde. Wer eine möglichst große Auswahl haben wollte, musste schnell sein.

Im Jahr 2004 gab es allerdings eine Reform, die besagt, dass der Schlussverkauf nicht mehr auf die offiziellen Termine festgelegt ist. Stattdessen können Händler zu jeder Zeit die Ware stark vergünstigt anbieten, konzentrieren sich im Einzelhandel aber in der Regel immer noch auf die herkömmlichen Termine.

Warenlager müssen geleert werden

Wenn der Sommer erst verspätet ankommt und die Menschen sich lange mit kalten Temperaturen herumplagen müssen, ist die Motivation frische Sommermode zu kaufen relativ gering. Die Warenlager der Modegeschäfte sind dementsprechend voll und müssen spätestens dann geleert werden, wenn die aktuellen Herbstkollektionen bereits angeboten werden. Schon ab Ende April findet man daher reduzierte Kleidung in den Shops.

Hohe Rabatte möglich

Die Rabatte oft relativ hoch. Mit 20 % geben sich die meisten Kunden nicht mehr zufrieden, weswegen höhere Prozente angeboten werden. Zwischen 30 und 60 % sind möglich, teilweise sogar noch mehr, sodass viel Geld gespart werden kann. Wie die Unternehmensberatung Ernst & Young herausgefunden hat, sind immer mehr Händler bereit, höhere Rabatte zu gewähren. Besonders, wenn man Mode, Schuhe oder Sportartikel erstehen möchte, kann sich das Stöbern lohnen.

Auf Trendfarben achten

Wer sich auf die Suche begibt, sollte darauf achten, dass er Produkte kauft, die nicht nur kurzzeitig aktuell sind. Mode, die man beispielsweise im SSV ersteht, kann man zum Teil im Herbst und Winter kombinieren. Natürlich sind Basics wie unifarbene Blusen, Shirts oder Jeans immer passend. Wer sich trendbewusst kleiden will, sollte aber darauf achten, dass er Mode in verschiedenen Grautönen oder Schwarz ersteht, die sich hervorragend kombinieren lässt. Auch Rot- (hier besonders Oxblood) oder Blautöne sind jederzeit variabel einsetzbar, während zum Beispiel Braun nicht immer zu den Modefarben gehört, ebenso trägt man nicht in jeder Saison Spitze. 

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de
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