Brigitte Nolden – Parallele Welten: Große Retrospektive im Stadtmuseum Harburg

Bis zum 8. September 2024 präsentiert das Stadtmuseum Harburg die Ausstellung "Brigitte Nolden – Parallele Welten". Die große Retrospektive würdigt das umfangreiche künstlerische Schaffen der Hamburger Künstlerin anlässlich ihres 80. Geburtstags.

Links: Alte Elbbrücken, 2023, Acryl, Öl auf Leinwand, Rechts: Brigitte Nolden Portrait 2023, © Brigitte Nolden
Links: Alte Elbbrücken, 2023, Acryl, Öl auf Leinwand, Rechts: Brigitte Nolden Portrait 2023, © Brigitte Nolden
Wann? 31. Mai bis 8. September 2024, Di bis So 10.00 bis 17.00 Uhr
Wo? Stadtmuseum Harburg
Eintritt: 8,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Brigitte Nolden ist dem Stadtmuseum seit vielen Jahren eng verbunden. Bereits 1994 und 2014 wurden ihre Werke in Sonderausstellungen gezeigt. Nun gibt die neue Schau auf drei Etagen einen Einblick in über sechs Jahrzehnte ihres vielfältigen Bilderkosmos.

Harburg, der Stadtteil in dem Brigitte Nolden aufwuchs, spielt dabei eine wichtige Rolle. Schon früh hielt sie die Industrielandschaft des Harburger Hafens in ihren Bildern fest. Auch während ihrer künstlerischen Ausbildung an der Werkkunstschule Hamburg und den ersten Berufsjahren wohnte und arbeitete sie hier.

Die Ausstellung zeigt mehr als hundert Kunstwerke aus unterschiedlichen Schaffensphasen und Themenbereichen. Im Erdgeschoss werden frühe Harburger Arbeiten aktuellen Werken mit den gleichen Motiven gegenübergestellt. Zudem sind mythologische Großformate zu sehen, die Industrieansichten mit antiken Mythen verknüpfen.

Im 1. und 2. Stock tauchen die Besucher in die Welt des Naturstudiums ein. Fein gezeichnete Studien von Menschen und Räumen aus den Jahren 1967 bis 1980 treten in Dialog mit kleinen Skulpturen und grafischen Umsetzungen. Eine Auswahl thematisch passender Fotografien wird zusätzlich an die Wand projiziert.

Brigitte Nolden hat beständig gezeichnet, gemalt, fotografiert und das bewegte Großstadtleben festgehalten. Sie experimentierte mit altmeisterlichen Malmaterialien, Zufallstechniken und Plastiken. Doch erst durch die Begegnung mit den Menschen und Mythen des Mittelmeerraumes fand sie zu ihrer eigenen Bildsprache.

Neben der eigenen künstlerischen Arbeit kümmert sich Brigitte Nolden auch um den Nachlass ihres Vaters Harry Nolden, der als bekannter Silhouettenschneider tätig war. Seine Werke inspirierten sie zu neuen Ideen.

In jüngster Zeit wählt die Künstlerin zudem Tagebuchtexte, Erzählungen und Gedichte aus, versieht sie mit passenden Bildern und gestaltet damit Bücher. Einige dieser Beispiele werden ebenfalls in der Ausstellung präsentiert.

Das Stadtmuseum Harburg bietet zur Schau ein besonderes Begleitprogramm mit Führungen und einer Lesung durch Brigitte Nolden selbst an. Außerdem ist ein Katalog erschienen, der zum Preis von 9,80 Euro im Museumsshop erworben werden kann.

Quelle: Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg

Ortsinformationen

Stadtmuseum Harburg
Museumsplatz 2
21073 Hamburg - Harburg
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