Neuer Liegeplatz für das Kulturschiff MS Stubnitz am Baakenhöft
Stadtinfo Hamburg am Wasser
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Seit 2013 liegt die MS Stubnitz an verschiedenen Standorten in der Hamburger HafenCity, darunter von Ende 2013 bis Anfang 2014 auch am Cruise Center Baakenhöft. Der ehemalige Hochseetrawler der DDR-Fischereiflotte soll bis zum möglichen Baubeginn für die neue Oper, die auf dem Baakenhöft entstehen soll, dort liegen können – mindestens bis zum ersten Quartal 2028.
Wohin geht die Reise?
Das denkmalgeschützte Kultur- und Musikschiff MS Stubnitz bezieht im Herbst 2026 einen neuen Liegeplatz am Baakenhöft in der HafenCity. Da der Vertrag für den aktuellen Standort an den Elbbrücken Ende 2026 nach zehn Jahren ausläuft, hatten sich verschiedene städtische Akteure gemeinsam mit den Betreibern um den Verbleib in Hamburg bemüht.
Kulturbehörde, HafenCity Hamburg GmbH, Cruise Gate Hamburg GmbH und Hamburg Port Authority (HPA) haben sich nun zusammen mit den Betreibern der MS Stubnitz auf einen neuen Liegeplatz am Cruise Center Baakenhöft geeinigt. Der ehemalige Hochseetrawler der DDR-Fischereiflotte soll bis zum möglichen Baubeginn für die neue Oper, die auf dem Baakenhöft entstehen soll, dort liegen können – mindestens bis zum ersten Quartal 2028.
Ab Anfang Oktober 2026 kann die MS Stubnitz am Kreuzfahrtterminal am temporären Cruise Center Baakenhöft festmachen. Zuvor wird dort noch ein Kreuzfahrtschiff seine Fahrt beginnen. Für die noch verbleibenden Anläufe konnte in enger Abstimmung aller Beteiligten eine kooperative Lösung gefunden werden.
Den überwiegenden Teil des Kreuzfahrtbetriebs hat die Cruise Gate Hamburg an das im vergangenen Frühjahr in Betrieb genommene Cruise Center HafenCity im Westfield Hamburg-Überseequartier verlagert. Damit wird der Weg für die MS Stubnitz frei, die ihren Standort nun nur wenige hundert Meter nach Westen verlagert.
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Über die MS Stubnitz
Das Motorschiff Stubnitz ist ein 80 Meter langes ehemaliges ostdeutsches Fischereifahrzeug, das 1992 in eine fahrende Plattform für kulturelle Forschung und Austausch umgewandelt wurde.
Ursprünglich 1964 in der ehemaligen ostdeutschen Stadt Stralsund gebaut und mit einem Gewicht von über zweieinhalbtausend Tonnen reist die Stubnitz als "wandernder neutraler Veranstaltungsort" von ihrem Heimathafen Rostock aus durch die Ost- und Nordsee und vernetzt sich physisch mit Städten wie Amsterdam, Kopenhagen, Newcastle, Hamburg, St. Petersburg und seit Juli 2012 auch mit London.
Einschließlich des Außendecks gibt es vier voll ausgestattete Veranstaltungsbereiche, die aus den alten Frachträumen entstanden sind und bis zu 700 Personen Platz bieten.
In den letzten zwanzig Jahren waren mehrere Tausend Künstler aus verschiedenen kulturellen Disziplinen an Bord, darunter Performance, Theater, Tanz, Spoken Word, Musik und Partys. Diese große Vielfalt an unterschiedlichen Inhalten wird in einem bordeigenen Medienarchiv dokumentiert, bearbeitet und aufbewahrt.
Die Stubnitz-Besatzung, die überwiegend auf freiwilliger Basis arbeitet, ist wie das Projekt selbst in ständigem Wandel begriffen und reicht von Wochenendhelfern bis hin zu ganzjährigen Mitbewohnern. Diejenigen, die sich auf der kulturellen Seite engagieren, können auch maritime Aufgaben übernehmen und umgekehrt, was zu einer einzigartigen Arbeitsdynamik führt, einer Mischung aus traditionell hierarchischen Schifffahrtsstrukturen und kunstbasiertem Kollektivismus.
Die Stubnitz hat sich immer außerhalb jeder Szene oder jedes Genres bewegt und ist offen für alles und jeden. Hier findet ihr das aktuelle Veranstaltungsprogramm.
Quelle: Motorschiff Stubnitz e.V.