Literatur-Konzert Sabine Kaack & United Baroque – Der Geist der Mirabelle
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Schauspielerin Sabine Kaack verbindet norddeutschen Humor mit Barockmusik. Zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz inszeniert sie "Der Geist der Mirabelle" – ein Literatur-Konzert mit United Baroque. Die Deutschland-Premiere findet am Montag, 16. März 2026, im Ohnsorg Theater Hamburg statt.
| Wann? | Montag, 16. März 2026, ab 19.30 Uhr |
| Wo? | Ohnsorg Theater |
| Eintritt: | ab 31,92 Euro |
| Tickets: | Direkt hier bestellen |
Was erwartet euch bei diesem Abend?
Sabine Kaack liest aus Siegfried Lenz' legendärer Geschichten-Sammlung "Der Geist der Mirabelle – Geschichten aus Bollerup". Die zwölf Geschichten spielen in einem fiktiven Dorf an der Ostsee, wo fast alle Feddersen heißen. Mit Zusatznamen wie "die Kneifzange" oder "Schinken-Peter" unterscheiden sich die Bewohner. Begleitet wird die Lesung von United Baroque mit Violine, Violoncello und Percussion. Die Musiker spielen Werke von Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel.
Wie kam es zu dieser Produktion?
Fast ein Jahr vor der Premiere hielt Kaack die plattdeutsche Übersetzung von Reimer Bull in Händen. "Ich war sofort in Siegfried Lenz verliebt", schwärmt die 67-Jährige. Mit intelligentem und feinem Humor sei jede Geschichte von großer sprachlicher Pointe. Obwohl bereits 1975 erschienen, könnten sie heute kaum trefflicher sein. "Das muss ich auf die Bühne bringen", war ihr sofort klar.
Warum klassische Musik dazu?
Kaack wollte klassische Gegenwartsliteratur mit klassischer Musik kombinieren. "Für ein breites Publikum, nicht nur für regelmäßige Theater- und Konzertgänger", erklärt sie. Mit United Baroque stehen hochqualifizierte Künstler der renommierten lautten compagney BERLIN an ihrer Seite. Das Ensemble wurde mit zwei Opus Klassik und mehreren Echo Klassik ausgezeichnet. Zuletzt erhielt es die Ehrung als "Bestes Ensemble 2025".
Wer steht auf der Bühne?
Sabine Kaack liest in allen stimmlichen Höhen und Tiefen. United Baroque besteht aus Birgit Schnurpfeil (Violine), Bo Wiget (Violoncello) und Peter A. Bauer (Percussion). "Ich habe mir hier einen kleinen beruflichen Traum erfüllt", so Kaack. Ein Abend, der sie fordert, bereichert und ihr die Zusammenarbeit mit fantastischen Musikern ermöglicht.
Was macht die Geschichten besonders?
In Bollerup prägt der selbstgebraute Mirabellengeist die Menschen. Er produziert seltsame Gedanken, erstaunliche Einfälle und eigenwillige Charaktere voller Bauernschläue. "Dieses ländliche Milieu kenne ich seit meiner Kindheit aus der eigenen norddeutschen Nachbarschaft", schmunzelt Kaack. Mit einem Augenzwinkern, viel Witz und Schnack hat sie alles zu einem unterhaltsamen Theaterabend in ganz eigener Handschrift entwickelt.
Welche Atmosphäre entsteht?
Spannung, Schreck und Schadenfreude wechseln sich ab. Leise knarzen die Dielen, Fettnäpfchen zerdeppern schrill. In einer Mischung aus Humor, Satire und Groteske wird mitgefiebert, gelacht und gelitten. Nach zwei Stunden sind Publikum und Künstler zu einer verschwörerischen Dorfgemeinschaft zusammengewachsen. Die barocken Klänge rahmen die Geschichten leidenschaftlich ein.
Warum passt alles so gut zusammen?
Alle Beteiligten haben norddeutsche Wurzeln. Siegfried Lenz lebte Jahrzehnte in Hamburg, Georg Philipp Telemann war Wahl-Hamburger. Reimer Bull lehrte in Kiel, Sabine Kaack ist in Schleswig-Holstein zuhause. "Bis zu meinem 7. Lebensjahr sprach ich nur Platt", erzählt sie. 2016 wurde ihr der Titel "Offizielle Botschafterin des niederdeutschen Theaters als nationales immaterielles Kulturerbe der UNESCO" verliehen.
Welche Versionen gibt es?
Kaack hat zwei Fassungen im Gepäck – eine auf Hochdeutsch, eine op Platt. Die Deutschland-Premiere am 16. März 2026 im Ohnsorg Theater Hamburg läuft auf Plattdeutsch. Danach geht sie auf Deutschland-Tournee. Damit erreicht sie sowohl Liebhaber der niederdeutschen Sprache als auch alle anderen Theaterfreunde. Der Sponsor VR Bank Schleswig-Holstein Mitte unterstützt das Projekt.
Wer ist Sabine Kaack?
Mit 14 Jahren wurde sie von Helga Feddersen entdeckt. Der Durchbruch kam in den 80ern mit der ZDF-Serie "Diese Drombuschs". Später folgten preisgekrönte Produktionen wie "Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding". Seit 2016 unterstützt sie aktiv den Erhalt der niederdeutschen Sprache im gesamten norddeutschen Raum.
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