Spielplätze in Hamburg – das Testurteil: Nochmaaaal!

Kinder & Familien

Himmel und Hölle, © iStock.com/Nadezhda1906

Himmel und Hölle, © iStock.com/Nadezhda1906

Das Leben spielerisch entdecken – das will man ganz sicher nicht nur in Hamburg. Ohne Spielen ist der Mensch kein Mensch, sondern ein Arbeitstier. Spielen ist Vergnügen und Erholung – aber dennoch so viel mehr. Denn auch wenn es nicht das Ziel beim Spielen ist, prägt es das soziale Verhalten und hilft beim Begreifen und Entdecken der Welt. Wer spielt, lotet Grenzen aus. Und um zu spielen, muss man Regeln verstehen und befolgen – oder manchmal bewusst brechen. Und nicht zuletzt: Spielen ist gesund!

Ideen für jedes Wetter

Wer ab Frühjahr durch die Wohnstraßen Hamburgs geht, läuft garantiert irgendwann an Kindern vorbei, die auf der Straße spielen. Eines der bekanntesten Straßenspiele ist ungebrochen "Himmel und Hölle": Mit einem Stück Straßenkreide werden Kästchen aufgemalt und nummeriert. Eine Variante ist es dann, in der richtigen Reihenfolge zu hüpfen und dabei keine Linien zu berühren. Oder die Kinder spielen das beliebte Gummitwist: Ein etwa drei Meter langes Gummiband wird an den Enden zusammengeknotet und um die Füße von zwei gegenüberstehenden Kindern gelegt. Ein drittes Kind springt dann nach bestimmten Regeln über das Gummi. Gewechselt wird, sobald ein Fehler gemacht wird. Viel braucht man also gar nicht, um stundenlang spielen zu können. Weitere tolle Straßenspiele gibt es auf der Themenseite von Familie.de.

Wie sehr ein spielerischer Umgang das Lernen und Verstehen fördert, zeigt in Hamburg das Kindermuseum Klick im Achtern Born 127. Kinder dürfen hier Städte bauen, Geld drucken, die Steinzeit entdecken oder auf einer speziellen Baustelle mit dem Bagger buddeln. Manchmal begeistert schon das bloße Zuschauen: Im Museum für Hamburgische Geschichte steht eine der ältesten und umfangreichsten Modellbahnanlagen Europas. Seit 1949 fahren hier fast täglich die Züge auf den 1200 Meter langen Gleisen zwischen verschiedenen nachgebauten Bahnhöfen Hamburgs. Aber wer sagt, dass Spielen nur etwas für die Jüngsten ist? Das Spielwerk Hamburg ist ein kreativer Knotenpunkt für neugierige Spieler und angehende Spieleerfinder aus Norddeutschland. Und wer gerne mit Fremden oder Freunden Brettspiele auspackt, sollte mal im Würfel & Zucker in Eilbek vorbeischauen: Rund 1.400 Gesellschaftsspiele stehen hier zur Wahl, im Café wird zudem Hunger und Durst gestillt. Übrigens: Auch die Bücherhallen Hamburg haben eine große Auswahl an Gesellschaftsspielen, die man dort ausleihen kann.

Abenteuer draußen und drinnen

In Hamburg gibt es rund 720 öffentliche Spielplätze, die kostenlos benutzt werden können. Und die Ausstattung wird immer besser: Schaukel, Rutsche oder Sandkiste werden immer häufiger um Seilbahnen, Kletterwände oder Wasserkanonen ergänzt. Wie bei jedem Spiel, gibt es auch auf diesen Spielplätzen ein paar Regeln, die es zu beachten gilt. Zu allererst einmal wird alles wieder mitgenommen, was man mitgebracht hat. Anders gesagt: Man verlässt den Spielplatz bitte so, wie man ihn vorgefunden hat. Andere Besucher haben die gleichen Rechte und Pflichten. Und sofern nichts anderes am Eingang steht, haben nur Menschen Zutritt. Aber selbst beim typischen Hamburger Schietwetter können Kinder sich austoben, denn in Indoor-Spielplätzen wie dem Rabatzz an der Kieler Straße verdirbt kein Regen den großen Spaß. Übrigens sind Spielplätze generell nicht nur für die sozialen Kontakte von Kindern gut, sie sind auch eine Begegnungsstätte für Eltern. Man trifft sich hier, um über Alltägliches zu sprechen, Leute kennenzulernen und um Erfahrungen auszutauschen.

Aber eigentlich ist es in Hamburg gar nicht nötig, einen ausgewiesenen Spielplatz zu besuchen, schließlich gibt es in der ganzen Stadt spannende Orte, die man spielerisch entdecken kann. So lassen sich am Falkensteiner Ufer in Rissen herrliche Sandburgen am Strand bauen, der Sachsenwald in Aumühle wartet nur darauf, dass junge Entdecker dort aus Zweigen Höhlenhütten bauen. Im Stadtpark geht's ins Freibad oder mit dem Tretboot in Richtung Alster. Und Planten un Blomen, das grüne Herz Hamburgs, ist nicht nur ein wunderschöner Park mitten in der City, sondern es gibt dort auch noch einen der schönsten Spielplätze der Stadt.

An dieser Stelle noch ein Hinweis zur Grundausstattung für einen gelungenen Spielplatzbesuch: Spielzeug gibt es in jedem der vielen Spielzeugläden Hamburgs, zum Beispiel bei "Die Druckerei" in der Schanze, bei Kinderspiel an der Außenalster, im Kinderreigen in Rahlstedt oder im Kinderreich in Eppendorf.

Ob Parkspielplatz, Abenteuerspielplatz oder Bauspielplatz: Wir stellen ein paar der schönsten und aufregendsten Spielplätze der Stadt vor. Eines steht fest: Hamburg mag Spielkinder – ganz egal, wie alt sie sind.

Themenlinks zum Spielen, Toben und Entdecken

•    Altona: Ab in den Park!
•    Natur: Am liebsten in den Wald
•    Selber bauen: Hier darf gewerkelt werden!
•    Specials: Spielplätze mit dem gewissen Etwas
•    Indoor: Das Schietwetter kann kommen

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