Tipps zur energetischen Sanierung von Immobilien in Hamburg

Wer seine Heizkosten deutlich senken möchte, der kommt um eine energetische Sanierung des Hauses oder der Wohnung in Hamburg nicht herum. Mieter können bei ihren Vermietern nachfragen, Eigentümer müssen selber tätig werden – können dafür aber auch Förderprogramme oder einen Zuschuss in Anspruch nehmen.

Energetische Sanierung eines Fachwerkhauses, © Fotomax / iStock.com
Energetische Sanierung eines Fachwerkhauses, © Fotomax / iStock.com

Auch in der Hansestadt Hamburg führen die massiv steigende Energiepreise zu erheblichen finanziellen Belastungen der Bürger und Unternehmen. Eine Lösung sind effiziente Gebäude mit einer guten Dämmung: Sie senken den Energieverbrauch der Immobilien deutlich.

Bei Neubauten werden bereits alle baulichen Maßnahmen berücksichtigt, um den Verlust von Wärme zu minimieren. Das reduziert hohe Heizkosten und dient gleichzeitig dem Klimaschutz. Die Nutzung von erneuerbarer Wärme, die durch erneuerbare Energien wie Geothermie, Solarthermie oder Bioenergie sowie durch Solaranlagen gewonnen wird, kommt der Umwelt zu Gute.

Bei Altbauten hilft nur eine umfassende Gebäudesanierung und Modernisierung dabei, langfristig bares Geld zu sparen. Dafür können steuerliche Förderprogramme und Zuschüsse beantragt werden und Förderbanken – wie zum Beispiel die KfW Bank oder die IFB Hamburg – unterstützen die Sanierung von Gebäuden mit Darlehen zu Sonderkonditionen.

Möglichkeiten der Sanierung

Dämmung des Daches, © Rainer Sturm / pixelio.de
Dämmung des Daches, © Rainer Sturm / pixelio.de

Wer die Heizkosten deutlich senken will, sollte die energetische Sanierung seines Eigenheims in Betracht ziehen – ein gut gedämmtes und saniertes Haus spart Kosten für die Heizung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den unnötigen Verlust von wertvoller Energie zu verhindern und dadurch die Kosten für das Heizen zu reduzieren.

  1. Da etwa ein Drittel der Heizenergie über nicht gedämmte Außenwände, also die Fassade, verloren geht, ist die Fassadendämmung die effizienteste energetische Sanierung. Allerdings sollte es nicht bei dieser Maßnahme bleiben.
  2. Die Dämmung des Daches trägt ebenso wie die Perimeterdämmung (die außenseitige Dämmung von Bauteilen im Erdreich) erheblich dazu bei, Energie zu sparen.
  3. Alte, undichte Fenster führen zu deutlichen Wärmeverlusten – ein Fenstertausch im Rahmen der energetischen Modernisierung senkt die Energieverluste noch einmal deutlich.

Mit einem gut geplanten Sanierungskonzept, insbesondere bei größeren Gebäudebeständen, lassen sich insgesamt noch mehr Kosten sparen. Die Sanierungsmaßnahmen bedürfen natürlich einer gründlichen Planung.

Förderungen und Darlehen

Zuschüsse für energetische Sanierung, © Nattanan Kanchanaprat / pixabay.com
Zuschüsse für energetische Sanierung, © Nattanan Kanchanaprat / pixabay.com

Seit dem 1. Januar 2020 ist die steuerliche Absetzbarkeit von Einzelmaßnahmen der energetischen Gebäudesanierung in Kraft getreten: Über drei Jahre verteilt können 20% der Kosten der energetischen Maßnahmen steuerlich abgesetzt werden.

Steuerlich gefördert werden die folgenden energetische Umbauten an einem Gebäude oder einer Wohnung:

  • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken
  • Erneuerung von Fenstern oder Außentüren und Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes
  • Erneuerung oder Einbau von Lüftungsanlagen
  • Erneuerung der Heizungsanlage
  • Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung

Weitere Informationen zu der steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungen sind unter bundesfinanzministerium.de zu finden.

Zusätzlich gibt es seit dem 1. Januar 2021 die Bundesförderung für Energieeffiziente Gebäude (BEG). Diese Fördergelder sind ein Zuschuss und müssen nicht zurückgezahlt werden. Unter bafa.de findet ihr alle Details zu den Bedingungen.

Wer sein Eigenheim oder seine Eigentumswohnung sanieren oder barrierefrei umbauen möchte, profitiert in Hamburg von öffentlicher Förderung durch die Landesförderung der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), die auch Modernisierungsdarlehen zur Verfügung stellt.

Beratung

Telefonische Beratung, © Tim Reckmann / pixelio.de
Telefonische Beratung, © Tim Reckmann / pixelio.de

Die Hamburger Verbraucherzentrale bietet eine telefonische Beratung durch die Hamburger Energielotsen.

Unter der Telefonnummer 040/24832250 erhalten alle privaten Interessenten sowie auch Gewerbetreibenden unentgeltlich Auskünfte zu allen Themen rund ums Einsparen von Energie wie z.B. Stromsparen, Heizungsanlagen, energiesparendes Bauen, Wärmedämmung, erneuerbare Wärme, Solarthermie-Anlagen, Schimmelbildung, Fördermittel.

Zusätzlich geben die Energielotsen gerne Hinweise zu weiteren Hamburger Beratungsangeboten in Sachen Energieeffizienz und Klima (Quelle: vzhh.de).

Wenn ihr erstmal klein anfangen möchtet, haben wir euch hier hilfreiche Spartipps für den Alltag zusammengestellt!

Bildquelle: Telefonische Beratung, © Tim Reckmann / pixelio.de
Bildquelle: Dämmung des Daches, © Rainer Sturm / pixelio.de

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