KW 14: Zahlen und Einschätzungen zum Infektionsgeschehen in Hamburg

Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum sind 2.558 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 134,7. Fast eine Viertelmillion Hamburgerinnen und Hamburger haben durch mindestens eine Schutzimpfung bereits einen Schutz erhalten.

Corona, © iStock.com/bet noire
Corona, © iStock.com/bet noire

Seit Beginn der Pandemie haben sich 63.826 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 54.800 Personen gelten als geheilt. Über 101.000 Menschen haben bereits die Zweitimpfung und damit den vollen Impfschutz erhalten, sodass über 155.800 Hamburgerinnen und Hamburger eine Immunität aufweisen dürften. Insgesamt wurden bisher rund 343.000 Impfstoffdosen in Hamburg verabreicht, davon an rund 242.200 Personen Erstimpfungen.

Bis Mitte April werden alle Personen im Alter von 75 Jahren oder älter zur Vereinbarung eines Impftermins aufgefordert worden sein. Die Prioritätsgruppe 1 ist im Ganzen aufgerufen, aus der Prioritätsgruppe 2 sind bestimmt Personen- und Berufsgruppen aufgerufen. Welche das derzeit im Einzelnen sind, ist online unter www.hamburg.de/corona-impfung abrufbar.

Die Zahlen in den Hamburger Krankenhäusern sind erneut deutlich angestiegen: Gegenwärtig werden in 20 Krankenhäusern 305 Patienten stationär behandelt, darunter 29 Fälle aus dem Umland. Von der Gesamtsumme ist für 86 Patienten aus Hamburg und 16 Patienten aus dem Umland eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt sind 123 der 285 Patienten im Alter von über 70 Jahren, 1 Person ist unter 20 Jahre alt. 

Die Zahlen der positiv Getesteten in den Pflegeeinrichtungen sind weiterhin auf einem niedrigen Niveau: Aktuell sind in insgesamt 7 Einrichtungen 14 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert. Zudem sind derzeit stadtweit 24 Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen mit dem Coronavirus infiziert. Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen müssen durch einen Schnelltests in den Einrichtungen nachweisen, dass bei ihnen keine SARS-CoV-2-Infektion besteht.

Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests in Hamburg ist während der Tage um Ostern zurückgegangen und liegt pro Werktag aktuell durchschnittlich bei rund 15.900 Testungen Die Rate der positiven Befunde ist von 5,7 Prozent auf ca. 6,3 Prozent gestiegen. Darüber hinaus wurden allein in den Einrichtungen der Kindestagesbetreuung in der vergangenen Woche knapp 35.000 Schnelltests zur Selbstanwendung durchgeführt. Auch in den Testzentren, Apotheken und Arztpraxen finden in hohem Umfang Schnelltests statt, eine Darstellung der Möglichkeiten für Bürgertests gibt es unter www.hamburg.de/corona-schnelltest. Bei einem positiven Schnelltestbefund schließt sich obligatorisch ein PCR-Test an.

Gegenwärtig werden Sequenzierungen in Hamburg zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen einer randomisierten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen. Die britische Variante B.1.1.7 ist in 755 Fällen eindeutig nachgewiesen (+195 im Vergleich zur Vorwoche), in weiteren 4.140 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die anderen beiden Varianten spielen in Hamburg nach wie vor keine wesentliche Rolle: Die südafrikanische Variante B.1.351 wurde in neun Fällen durch Sequenzierung bestätigt (keine Veränderung), 15 Fälle befinden sich in Klärung. Die brasilianische Variante B.1.1.28 wurde in einem Fall nachgewiesen (keine Veränderung), es gibt einen Verdachtsfall.

Nach durchgeführten Schutzimpfungen sind spätestens ab dem 14. Tag nach der zweiten Dosis keine schweren Erkrankungen mehr zu erwarten. Der Anteil von Fällen, in denen nach dieser Frist eine Infektion gemeldet wurde, liegt bei 0,028 Prozent; von diesen Fällen ist für eine Person ein Krankenhausaufenthalt, jedoch kein schwerer klinischer Verlauf einer Erkrankung bekannt.

In der 13. Kalenderwoche sind insgesamt 2.887 Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden. Die Fallanzahl in den Alterssegmenten über 80 Jahren ist bereits erheblich zurückgegangen, was auf den Fortschritt der Impfkampagne zurückzuführen sein dürfte. Sie liegt bei nur noch 54. Der größte Anteil der Fälle geht auf die Personen im frühen Erwachsenenalter zurück; 480 Fälle entfallen auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 555 auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 219 Fälle dieser Woche gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück.

Für 450 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 124 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden; in der Mehrheit der Fälle (90 Ausbrüche mit 253 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt, elf Ausbrüche mit insgesamt 30 Fällen gehen auf den Arbeitsplatz zurück. Der Infektionsort liegt überwiegend in Hamburg; in 5 Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben (darunter Türkei, u. a.).

Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.398 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem SARS-CoV-2-infizierten über 90-Jährigen aus Hamburg liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei 23,2 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 19,3 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,3 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2 Prozent, und bei allen anderen Alterssegmenten bei deutlich unter einem Prozent.

Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Alle wichtigen Informationen sind zentral, stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Informationen zur Corona-Schutzimpfung können unter www.hamburg.de/corona-impfung abgerufen werden.

Allgemeine Fragen zur Corona-Schutzimpfung werden unter der Hotline des Bundes 116 117 beantwortet.  Für Fragen zu den Regelungen in Hamburg ist die Hamburger Corona-Hotline unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 8.00 bis 19.00 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 7.00 bis 17.00 Uhr erreichbar.

Quelle: Sozialbehörde

Weitere Empfehlungen