Der Auftrieb der Alsterschwäne am 12. Mai!
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Neuigkeiten aus Eppendorf: Damit das Schwanenwesen seinen Aufgaben in Zukunft noch effizienter nachkommen kann, wird sein Hauptsitz am Eppendorfer Mühlenteich (alias Winterquartier) im Bezirk Hamburg-Nord bis 2027 umgebaut. Die Baumaßnahmen haben am 5. Mai 2025 begonnen. Das Winterquartier ist jetzt übergangsweise in Wellingsbüttel.
Die Alsterschwäne schwimmen wieder
Am Dienstag, 12. Mai 2026, treibt Schwanenvater Olaf Nieß gemeinsam mit seinem Team und Umweltsenatorin Katharina Fegebank die Tiere beim jährlichen Alsterschwanenauftrieb auf die Alster. Die Schwäne werden über die gewohnte Route der vergangenen Jahre entlang der Streekbrücke und Krugkoppelbrücke bis auf die Außenalster geführt.
Warum 2026 die Verzögerung?
In März 2026 hatte das Team des Hamburger Schwanenwesens zahlreiche verendete Gänse gefunden, die überwiegend positiv auf das Aviäre Influenzavirus (AIV) getestet wurden. Zum Schutz der Schwäne und aller Wasservögel hatte das Bezirksamt Hamburg-Nord sich daher gemeinsam mit den Veterinärämtern in ganz Hamburg darauf verständigt, die Tiere frühestens Ende April wieder auf die Alster zu entlassen. Inzwischen hat sich die Zahl der AIV-Fälle stark reduziert. Menschen haben sich bisher nicht mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert.
Neubau für das Schwanenwesen
Der Neubau eines Mehrzweckgebäudes soll es beispielsweise ermöglichen, Schwäne zu behandeln und im Fall von Verletzungen unterzubringen. Bei Fällen der Vogelgrippe wurden die Schwäne bisher in einem provisorischen Zelt auf dem Gelände untergebracht. Dies soll mit dem Neubau ebenfalls entfallen, da das Gebäude dann für die Aufstallung der Tiere genutzt werden kann. Auch Land- und Wasserfahrzeuge sollen im neuen Gebäude Platz finden.
Die Gesantkosten für den Umbau liegen bei rund 7 Millionen Euro, 1,3 Millionen Euro stammen davon aus Bundesmitteln. Unter anderem der schwierige Untergrund am Mühlenteich hat die hohen Baukosten verursacht. Die alte Dienststelle wird vollständig abgerissen.
Während der Umbauarbeiten arbeitet das Schwanenwesen primär von seiner Wildtierstation in Hamburg-Wellingsbüttel aus. Dazu sagt Schwanenvater Olaf Nieß: "Ich freue mich sehr über den Neubau. Dieser bedeutet für uns, versorgungs- und einsatztechnisch im 21. Jahrhundert anzukommen."
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Das Winterquartier der Alsterschwäne
In der kalten Jahreszeit machen es sich Hamburgs Alsterschwäne normalerweise im Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich gemütlich. Aufgrund der Bauarbeiten mussten die Schwäne im vergangenen Winter woanders unterkommen: Sie verbrachten die kalte Jahreszeit in der rund fünf Kilometer entfernten Wildtierstation in Ohlsdorf, wo sie provisorisch untergebracht waren.
Alsterschwäne schützen
Die Verlegung nach Ohlsdorf hatte auch Schutzgründe: Statt in Zelten, wie in den vergangenen Jahren, waren die Schwäne dort in gesicherten, abgetrennten Räumlichkeiten untergebracht, die einen vergleichbaren Schutz vor der Vogelgrippe bieten. Diese Vorsichtsmaßnahme war nötig, da die Geflügelpest auch Hamburg erreicht hatte.
Glücklicherweise verzeichnen der Schwanenvater und sein Team bisher keine großen Verluste: In den vergangenen Jahren hatten ein Bakterium und die Vogelgrippe den Bestand von rund 120 Tieren deutlich minimiert. Zuletzt hatten Nieß und sein Team etwa 90 Alsterschwäne aus dem Winterquartier auf die Alster und ihre Nebengewässer entlassen.
Hamburgs Schwanenwesen
1664 wurden die Schwäne auf der Alster vom Hamburger Rat sogar unter besonderen Schutz gestellt; sie wurden fortan nicht mehr als wilde, sondern als zahme Tiere betrachtet, und es war bei Strafe verboten, die Vögel zu "beleidigen", zu verletzen oder zu töten. Als repräsentative Gastgeschenke fanden Hamburger Schwäne sogar den Weg in andere Regionen und Länder.
Seit 1818 sorgt ein eigens von der Stadt dafür besoldeter "Schwanenvater" für die Tiere. Er versorgt die Alsterschwäne mit Futter, kümmert sich um verletzte Tiere und bringt sie im Winter auf den eigens für sie eisfrei gehaltenen Mühlenteich ins Winterquartier nach Eppendorf.
Jedes Jahr ab dem Frühjahr verbringen die Alsterschwäne den Sommer über auf der Alster. Schwanenvater Olaf Nieß entlässt dann gemeinsam mit der Bezirksamtsleitung HH-Nord die ca. 120 Tiere am Eppendorfer Mühlenteich in die Freiheit. Von dort geleitet er sie beim Alsterschwanenauftrieb über die Tarpenbek und die Alster auf die Außenalster bis zum AlsterCliff.
Es ist wichtig, dass die Tiere im Frühjahr ihre angestammten Brutplätze einnehmen können, bevor sie von anderen großen Wasservögeln in Beschlag genommen werden und dadurch die Alsterschwan-Nachkommenschaft gefährdet wird.
FAQs – Häufige Fragen
Jedes Jahr im Herbst werden die Alsterschwäne von Schwanenvater Olaf Nieß und seinem Team eingesammelt und ins Winterquartier gebracht. Normalerweise überwintern sie am Eppendorfer Mühlenteich – wegen aktueller Bauarbeiten sind sie vorübergehend in der Wildtierstation in Wellingsbüttel untergebracht. Im Frühjahr werden sie dann wieder auf die Alster entlassen.
Der Schwanenvater ist ein von der Stadt Hamburg besoldeter Betreuer der Alsterschwäne – dieses Amt gibt es seit 1818. Aktuell hat Olaf Nieß diese Rolle inne. Er versorgt die Schwäne mit Futter, kümmert sich um verletzte Tiere und organisiert den jährlichen Alsterschwanenauftrieb im Frühjahr und -abtrieb im Herbst!
Der Bestand lag ursprünglich bei rund 120 Tieren, wurde aber durch ein Bakterium und die Vogelgrippe in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Zuletzt wurden etwa 90 Alsterschwäne aus dem Winterquartier auf die Alster und ihre Nebengewässer entlassen.
Die Schwäne auf der Alster genießen bereits seit 1664 besonderen Schutz. Der Hamburger Rat erklärte sie damals zu zahmen Tieren und verbot es bei Strafe, die Vögel zu verletzen, zu töten oder zu "beleidigen". Hamburger Schwäne wurden sogar als repräsentative Gastgeschenke in andere Regionen und Länder verschickt.