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Sommerzeit: Ende März werden die Uhren umgestellt

Am Sonntag, 29. März 2026, werden die Uhren in der Nacht wieder von drei auf zwei Uhr vorgestellt. Damit beginnt die Sommerzeit, die Tage werden endlich wieder länger und die Nächte kürzer.

Eine Person stellt händisch ihren weißen Wecker um
Bei der Zeitumstellung werden die Uhren entweder vor oder zurückgedreht, © iStock.com/Zephyr18

Wann wird die Uhr umgestellt?

Die Zeitumstellung erfolgt immer am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober:

  • Am letzten Sonntag im März werden die Uhren von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt. Damit beginnt die Sommerzeit, die Tage werden länger und die Nächte kürzer.
  • Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Damit endet die Sommerzeit und die Winterzeit (Normalzeit) beginnt. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger.

Eselsbrücken helfen, sich die Richtung der Zeitumstellung zu merken: Im Frühjahr werden die Gartenmöbel "VOR" die Tür gestellt, im Herbst wieder "ZURÜCK" in den Schuppen.

Warum gibt es die Zeitumstellung?

Der Hauptgrund für die Einführung der Sommerzeit war die Idee, durch eine bessere Ausnutzung des Tageslichts Energie zu sparen. Durch das frühere Tageslicht am Morgen sollte weniger Strom für Beleuchtung verbraucht werden.

Kritiker bezweifeln allerdings, dass durch die Zeitumstellung tatsächlich Energie gespart wird. Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Manche zeigen eine leichte Energieeinsparung, andere wiederum einen leicht erhöhten Energieverbrauch durch die Zeitumstellung.

Ein weiteres Argument für die Sommerzeit ist, dass viele Menschen die längeren Abende im Sommer schätzen. Sie haben nach Feierabend mehr vom Tageslicht und können Freizeitaktivitäten besser nutzen. Allerdings hat die Zeitumstellung auch Nachteile.

Welche Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf den Körper?

Für unsere innere Uhr bedeutet die Zeitumstellung jedes Mal eine Herausforderung. Viele Menschen klagen nach der Umstellung über Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme. Der Körper muss sich jedes Mal auf den neuen Rhythmus einstellen.

Besonders der Wechsel zur Sommerzeit im Frühjahr macht vielen zu schaffen. Durch die "fehlende" Stunde fühlen sich viele Menschen schlapp und unausgeschlafen. Experten empfehlen, sich schon ein paar Tage vor der Umstellung langsam an den neuen Rhythmus zu gewöhnen, indem man etwas früher ins Bett geht und aufsteht.

Auch der Wechsel zur Winterzeit ist nicht zu unterschätzen. Zwar können wir eine Stunde länger schlafen, doch die plötzlich früher einsetzende Dunkelheit am Abend kann sich negativ auf unsere Stimmung auswirken.

Was hilft bei der Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung kann den Körper ganz schön durcheinanderbringen – im Prinzip ist es ja wie ein Mini-Jetlag. Hier ein paar einfache, wirksame Tipps:

Vor der Umstellung:

  • Fang 3–5 Tage vorher an, deinen Schlafrhythmus leicht anzupassen (jeweils 10–20 Minuten früher/später ins Bett gehen – je nach Richtung).
  • Reduziere abends helles Licht und Bildschirmzeit, damit dein Körper besser runterfährt.

Am Tag der Umstellung:

  • Stell die Uhren schon am Vorabend um – mental hilft das.
  • Bleib möglichst im neuen Rhythmus, auch wenn du müde bist (nicht zur "alten Zeit" essen/schlafen).

Licht & Bewegung:

  • Geh morgens möglichst schnell ins Tageslicht – das ist der stärkste "Reset" für deine innere Uhr.
  • Leichte Bewegung am Morgen (Spaziergang) hilft zusätzlich.

Schlafhygiene:

  • Halte feste Schlafzeiten ein, auch am Wochenende danach.
  • Schlafzimmer kühl, dunkel und ruhig halten.
  • Kein Koffein oder Alkohol kurz vor dem Schlafen.

Powernaps mit Vorsicht:

  • Wenn nötig, nur kurz (20–30 Minuten) und nicht zu spät am Tag.

Geduld:

  • Der Körper braucht oft ein paar Tage, manchmal bis zu einer Woche, um sich anzupassen.

Diskussionen um die Abschaffung der Zeitumstellung

Immer wieder wird diskutiert, ob die Zeitumstellung noch zeitgemäß ist. Kritiker argumentieren, dass die erhofften Energieeinsparungen kaum messbar sind und nicht die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit vieler Menschen rechtfertigen.

In einer EU-weiten Online-Umfrage im Jahr 2018 sprachen sich 84 Prozent der Teilnehmer für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Daraufhin schlug die EU-Kommission vor, die Zeitumstellung abzuschaffen und den Mitgliedsstaaten die Wahl zwischen dauerhafter Sommer- oder Winterzeit zu lassen.

Doch die Umsetzung ist kompliziert. Es braucht eine Einigung zwischen den Mitgliedsstaaten, um einen Flickenteppich verschiedener Zeitzonen in Europa zu vermeiden. Bisher konnte noch keine Lösung gefunden werden. Bis auf Weiteres bleibt es also bei der jährlichen Zeitumstellung.