Jobwechsel in der Hansestadt: So navigieren Sie sicher durch den Hamburger Arbeitsmarkt
Ratgeber Beruf & Bildung
Der Hamburger Arbeitsmarkt hat sich gegenüber dem Vorjahr stabilisiert. Die moderate Belebung ist mit der Nachfrage an Jobs im Dienstleistungsbereich und anderen zentralen Wirtschaftssektoren verbunden. Plant ihr einen Jobwechsel, ist dies auch mit einigen Ungewissheiten verbunden. Eine berufliche Veränderung verlangt nach Mut und einer gezielten und durchdachten Vorgehensweise.
Was sind die häufigsten rechtlichen Fallstricke beim Jobwechsel in Hamburg?
Wer in Hamburg den Job wechseln möchte, sollte die rechtlichen Rahmenbedingungen genau im Blick behalten. Neben der Einhaltung der korrekten Kündigungsfrist und der schriftlichen Form der Kündigung spielt oft die Abwicklung von Resturlaub und Überstunden eine zentrale Rolle.
Besonders wenn eine vorzeitige Trennung gewünscht ist, bietet sich oft eine Vereinbarung an. Hier ist es jedoch ratsam, den angebotenen Aufhebungsvertrag prüfen zu lassen, um keine Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld oder finanzielle Verluste zu riskieren. Nicht zuletzt ist ein lückenloser Übergang in der Sozialversicherung entscheidend, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.
Welche Fristen dürfen bei einer Kündigung auf keinen Fall versäumt werden?
Welche Kündigungsfrist ihr habt und einhalten müsst, steht im Arbeitsvertrag oder geht aus dem Tarifvertrag und gesetzlichen Vorgaben hervor. Wenn ihr vor Ablauf der Kündigungsfrist die Firma verlasst, verliert ihr den Anspruch auf Entlohnung.
Bleiben Aufgaben unerledigt, kann der Arbeitgeber bei Nichteinhalten der Kündigungsfrist Schadenersatz verlangen.
Diese Fristen sind bei einer Kündigung unbedingt einzuhalten:
| Art der Frist | Dauer / Zeitpunkt |
| Kündigungsschutzklage | Innerhalb von 3 Wochen nach Zustellung |
| Ordentliche Kündigung | 4 Wochen zum 15. oder Monatsende |
| Kündigung in der Probezeit | 2 Wochen (sofern nicht anders vereinbart) |
| Außerordentliche Kündigung | Innerhalb von 2 Wochen ab Kenntnis der Gründe |
| Vertragliche Ausschlussfristen | Häufig 3 Monate zur schriftlichen Geltendmachung |
Worauf müssen Arbeitnehmer bei einem Aufhebungsvertrag achten?
In einem Aufhebungsvertrag einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf, das bestehende Beschäftigungsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beenden. Aufhebungsverträge könnt ihr auch selbst initiieren.
Wird euch ein Auflösungsvertrag angeboten, lasst euch nicht vorschnell von der genannten Abfindungssumme beeindrucken. Versäumt nicht, euch Bedenkzeit einzufordern und eure Ansprüche zu prüfen.
Steht der Jobwechsel unmittelbar bevor, kann euch der Aufhebungsvertrag Vorteile bringen. Wann das Arbeitsverhältnis beendet wird, kann frei gewählt werden. Ist der Arbeitgeber einverstanden, lassen sich Kündigungsfristen verkürzen oder verlängern.
Habt ihr schon einen neuen Job in Hamburg in Aussicht, lassen sich die Verhandlungen über die Höhe der Abfindung viel entspannter über die Bühne bringen.
Wichtig: Da Auflösungsverträge in beidseitigem Einvernehmen geschlossen werden, verhängt die Arbeitsagentur eine Sperrzeit für das ALG I. Diese Sanktion kann umgangen werden, indem der Arbeitgeber zunächst eine ordentliche Kündigung „mit Bestimmtheit in Aussicht“ erteilt. Anschließend kann ein Aufhebungsvertrag vereinbart werden.
Wie sieht ein rechtssicheres „Offboarding“ aus, damit der Neustart gelingt?
Damit ihr entspannt und ohne Altlasten in den neuen Job starten könnt, ist es wichtig, sich ordnungsgemäß aus dem alten Unternehmen zu verabschieden.
Zum korrekten Offboarding-Prozess zählen:
| Kategorie | Kernaufgaben |
| Formalitäten & Dokumente | Bestätigung der Kündigung, Arbeitszeugnis, SV-Abmeldung |
| Rückgabe & Inventar | Arbeitsmittel, Schlüssel, Dienstwagen |
| Wissensmanagement | Übergabeprotokolle, Einarbeitung von Nachfolgern |
| Kommunikation | Info an Team, Kunden & Partner, Abschlussgespräch |
Welche Plattformen und Netzwerke sind an der Elbe entscheidend?
Wenn ihr euch in Hamburg um eine Stelle bewerben wollt, nutzt das Stellenportal der Stadt. In der Freien und Hansestadt Hamburg sind mehr als 300 Berufe verfügbar. Bei der Stadt tätig zu werden, verspricht euch gute Gehälter und beste Karrieremöglichkeiten.
Folgende Portale eignen sich ebenfalls für Jobsuchende in Hamburg:
- stellenanzeigen.de: Es besteht eine Kooperation mit verschiedenen Hamburger Tageszeitungen. Durch die Eingabe der Postleitzahl könnt ihr einfach Jobs finden, die zu euch passen.
- arbeitsagentur.de: Bei der Jobsuche über das Portal könnt ihr direkt nach Angeboten im Hamburger Raum suchen.
- Universität Hamburg: Hier findet ihr von der Uni in Auftrag gegebene Stellenanzeigen. Gute Chancen habt ihr, wenn euch ein Job in den Bereichen Technik und Verwaltung vorschwebt.
Jobsuche in Hamburg mithilfe von Social Media
Soziale Netzwerke rücken mehr und mehr auch für die Jobsuche in den Fokus. Welche Jobs es konkret in eurer Branche gibt, findet ihr heraus, wenn ihr ein LinkedIn-Profil anlegt oder den bereits bestehenden Account nutzt. Auf Facebook tummeln sich zahlreiche „Jobs in Hamburg“-Gruppen.
Tipp: Auf Twitter könnt ihr Unternehmen, die euch interessieren folgen und die neuesten Jobangebote einsehen.
Worauf sollten Arbeitnehmer bei der Unterzeichnung des neuen Arbeitsvertrages besonders achten?
Der neue Job in Hamburg ist sicher. Vorab steht die Unterzeichnung des Arbeitsvertrages an.
| Vertragsbestandteil | Details |
| Rahmenbedingungen | Beginn des Verhältnisses, Arbeitszeit und Arbeitsort |
| Tätigkeit | Detaillierte Beschreibung der Arbeitsaufgaben |
| Vergütung | Gehaltshöhe, Sonderzahlungen und Überstundenregelung |
| Beendigung & Freizeit | Dauer der Probezeit, Kündigungsfristen und Urlaubsanspruch |
Nur wenn Klarheit über die genannten Faktoren herrscht, solltet ihr den Vertrag unterschreiben und den neuen Job in Hamburg antreten.