Zwischen Welten

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Filmplakat:Zwischen Welten

Soldat Jesper soll in seinem zweiten Einsatz in Afghanistan mit seiner Truppe ein kleines Dorf vor den Taliban schützen. Um die Sprachbarrieren zu überwinden, steht ihm der junge Afghane Tarek zur Seite. Doch ihr Vorhaben, das Vertrauen der Dorfgemeinschaft zu gewinnen, scheitert. Tarek wird von den Taliban bedroht, da er für die deutschen Soldaten arbeitet. Als er seine Schwester in Sicherheit bringen will, gerät die Situation außer Kontrolle.

Schauspieler
Ronald Zehrfeld, Mohsin Ahmady, Felix Kramer
Regie
Feo Aladag
Land
Deutschland
Jahr
2014
Genre
Drama
FSK
12
Originaltitel
Zwischen Welten
Länge
98 Minuten
Filmbewertung

Siegel der Deutschen Film- und Medienbewertung Alltag im Einsatzgebiet: Ein kleines afghanisches Dorf soll vor dem wachsenden Einfluss der Taliban beschützt werden. Der Bundeswehrsoldat Jesper wird mit einer kleinen Truppe an den Einsatzort geschickt. Ihnen zur Seite steht Tarik, ein junger Afghane, der als Dolmetscher für die Bundeswehr arbeitet. Doch obwohl sich Jesper und Tarik nach und nach anfreunden, so erscheinen doch die verschiedenen kulturellen Umstände und Auffassungen als unüberbrückbar. Und die Bedrohung der Taliban ist immer stärker zu spüren. Auch für Tarik und seine Schwester. Nach DIE FREMDE überzeugt auch Feo Aladags zweiter Spielfilm durch das beeindruckende Spiel der Hauptdarsteller und einem dicht erzählten Drehbuch. Ronald Zehrfeld als Soldat Jesper verkörpert ruhig und doch intensiv den Gewissenskonflikt. Regelkonformität und Menschlichkeit scheinen sich gegenseitig auszuschließen. Und doch sucht Jesper nach einem Weg, beides zu vereinbaren. Mohsin Ahmady als Tarik ist selbst in Afghanistan aufgewachsen und hat die Schrecken des Krieges am eigenen Leib erfahren. Sein Spiel ist authentisch, natürlich und öffnet den Blick in die Seele eines fremden Volkes. Klare kalte Bilder des Einsatzalltags und die konfliktgeladenen Begegnungen der Kulturen ziehen den Zuschauer immer tiefer in die Geschichte hinein, bis hin zu einem konsequent erzählten Ende, das berührt und den Betrachter zum Nachdenken anregt. Feo Aladag gelingt eine authentische Beschreibung des Alltags der Soldaten in Afghanistan. Gleichzeitig lässt sie auch Einblicke in ein Land zu, das vom Terror der Taliban immer noch bestimmt wird, und für das auch ein friedlicher Einsatz fremder Soldaten eine Bedrohung darstellt. Ein immens wichtiger und eindrucksvoller Film über die stetige Gratwanderung zwischen den Welten.

Kategorien: Kinofilme FSK 12 Drama

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