Workshop: Ein Stück, viele Interpretationen - Workshop zur Musikalität des Tango - für alle Niveaus

Vorträge & Diskussionsrunden

Bild: Burg Henneberg

© Stiftung Burg Henneberg

Leandro Díaz (Gitarre, Gesang) und Mauro Andrés Mauceri (Bandoneón) führen uns als Cosae Mandinga tief ein in die Geheimnisse ihrer Musik. Denn – so steht es im Interview mit den beiden in „Tangodanza“ -:
„Teuflische Dinge können beim Tango geschehen: Tänzer, die Musikern die Haare zu Berge stehen lassen, weil sie zu allem tanzen, nur nicht auf ihre Musik. Und Musiker, die so spielen, dass Tänzer verzweifeln, weil sie nicht ahnen, welcher Schritt gerade passt oder wie der Rhythmus weitergeht. Gut, dass es da ein teuflisches Duo gibt, das beiden Parteien mehr Vergnügen beim Tango bereiten will: ‘Cosae Mandinga’.“
Ihre Workshops zur Musikalität verhelfen mit Beispielen von Livemusik den Tänzern zu bewußterem Wahrnehmen – ganz unabhängig von ihrem tänzerischen Niveau. Es werden keine Tanztechniken oder Schritte beigebracht.
Der Rhythmus ist ein absolut fundamentales Element, aber in jedem Tango gibt es noch sehr viel mehr. „Nicht die Schläge zählen, einfach auf die Musik hören. Tango ist eine Sprache, keine Mathematik“, so Leandro. „Wer zählt, tanzt wie ein Roboter, ist zu konzentriert, zu verschlossen. Beim Tango muss man sich öffnen: für den Partner, für den Raum – und vor allem: öffnen für die Musik. Die Musik atmet, wie eine Sprache. Und wer sie versteht, wird nicht überrascht“.
Was können wir über die verschiedenen Stile im Tango sagen? Wo beginnt der Eine und wo endet der Andere? Wie beeinflussen die verschiedenen Orchester einander und wo sind ihre Hauptunterschiede? Dies ist eine Einladung, das „bewußte Zuhören“ zu entdecken – vom Kleinen zum Großen werden wir die Paradigmenwechsel im Laufe der Zeit entdecken in der Art, wie Tango getanzt und gespielt wird. Von kleinen Änderungen in der instrumentellen Form, die alten Klassikern neue Farbe geben, bis hin zu enormen harmonischen Innovationen, die die Tangogeschichte radikal geändert haben. Wie beeinflußt dies alles unseren Tanz? Was können wir tun, um einen Unterschied zu machen? Welche Beispiele kennen wir aus jeder Ära?
Wir hören verschiedene Versionen eines gleichen Stücks und lernen so, wie Orchester ihre ureigene Sprache entwickeln und wie wir dementsprechend unseren Tanz organisieren können.
D’Arienzos Stil, DiSarlis Stil, Puglieses Stil: Sie unterscheiden sich voneinander und doch haben sie alle eine große Menge an Informationen gemeinsam.
Einige der Beispiele, die wir analysieren werden:
Corrientes y esmeralda : D‘Arienzo, Pugliese, Angel Vargas sowie Livemusik von Cosae Mandinga
Derecho viejo: D‘Arienzo, Fresedo und die Liveversion von Cosae Mandinga.
Arrabal Amargo: Gardel, Fresedo, Cosae Mandinga
Wir empfehlen, als Paar teilzunehmen; dies ist aber keine Voraussetzung. Die Workshops werden auf spanisch gehalten, es wird jedoch alles auf deutsch (oder auf Wunsch in andere Sprachen) übersetzt.

Preis ab
15.00 €



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