Woodstock in Timbuktu

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Filmplakat:Woodstock in Timbuktu

Die Filmemacherin Desirée von Trotha ist Deutsche. Doch die Hälfte des Jahres verbringt sie in der Sahara-Wüste. Einmal im Jahr feiert das Nomaden-Volk Kel Tamaschek in Timbuktu ein Musikfestival in der Wüste. Das friedliche Miteinander steht hier im Zentrum. Doch immer mehr sehen sich die Kel Tamaschek in ihrem Dasein gefährdet und missverstanden. Ihnen werden Werte zugeordnet, für die sie nicht stehen. Bis die Welt ein falsches Bild erhält.

Regie
Desirée von Trotha
Land
Deutschland, Mali
Jahr
2011
Genre
Dokumentarfilm
FSK
o.A.
Länge
92 Minuten
Filmbewertung

Siegel der Deutschen Film- und Medienbewertung Die Filmemacherin Desirée von Trotha ist Deutsche. Doch die Hälfte des Jahres verbringt sie in ihrer zweiten Heimat, der Sahara-Wüste. Gemeinsam mit dem Nomaden-Volk der Kel Tamaschek, wie sich die Tuareg selbst nennen, lebt sie und genießt die Freiheiten fern einer eingeschränkten westlichen Welt. Einmal im Jahr feiern die Kel Tamaschek in Timbuktu das "Festival au Désert", ein Musikfestival in der Wüste. Das friedliche Miteinander steht hier im Zentrum, die gemeinsame Ko-Existenz von Völkern und Religionen. Doch immer mehr sehen sich die Kel Tamaschek in ihrem Dasein gefährdet und missverstanden. Sie werden vertrieben und ihnen werden Werte zugeordnet, für die sie selbst nicht stehen. Bis die Welt ein falsches Bild erhält. Von Trotha gelingt mit ihrem Film nicht nur ein faszinierender Einblick in eine fremdartige und komplexe Kultur. Die Filmemacherin schafft es auch buchstäblich, den Horizont des Zuschauers zu erweitern, lässt die Kel Tamaschek sich selbst präsentieren, als ein weltoffenes, tolerantes und doch traditionsbewusstes Volk, welches stolz ist auf die eigenen Wurzeln und diese nicht verlieren möchte. Oftmals spricht der Film jedoch auch lediglich durch die Kraft der treibenden und sinnlichen Musik, die das Herz dieses mitreißenden Films ist. Denn bei all der Diskussion rund um Politik, Religion und Grenzkonflikte: Am Ende steht die Hoffnung, der Glaube, das Plädoyer für eine bessere und offenere Welt. Und die Kraft der Musik.

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