Watchtower

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Filmplakat:Watchtower

Nihat hat alles verloren. Seine Frau, seinen Sohn, seine Zuversicht. Er entschließt sich, einen Job als Anti-Brandwächter in den türkischen Wäldern anzunehmen. Allein bezieht er einen einsam gelegenen Wachturm, sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein Funkgerät und der gelegentliche Besuch in einer Tankstelle, wo Nihat auf Seher trifft. Die junge Frau ist Reisebegleiterin bei einem Busunternehmen. Sie hütet ein großes Geheimnis.

Schauspieler
Olgun Simsek, Nilay Erdönmez, Menderes Samamcilar
Regie
Pelin Esmer
Land
Türkei, Frankreich, Deutschland
Jahr
2012
Genre
Drama
FSK
12
Originaltitel
Gözetleme Kulesi
Länge
96 Minuten
Filmbewertung

Siegel der Deutschen Film- und Medienbewertung Nihat hat alles verloren. Seine Frau, seinen Sohn, seine Zuversicht. Er entschließt sich, einen Job als Antibrandwächter in den türkischen Wäldern anzunehmen. Allein bezieht er einen einsam gelegenen Wachturm, sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein Funkgerät. Und der gelegentliche Besuch in einer Tankstelle, wo Nihat auf Seher trifft. Die junge Frau ist Reisebegleiterin bei einem Busunternehmen. Auch sie hütet ein großes Geheimnis. Doch Nihat beobachtet die junge Frau und entschließt sich, zu handeln. Ganz leise führt uns die deutsch-französisch-türkische Koproduktion in das Drama der beiden Hauptfiguren ein. Nach und nach entblättert sich eine tragische Geschichte, für die Pelin Esmer eindrucksvolle und manchmal schmerzvoll intensive Bilder findet. Dabei versucht der Film keine eindeutige Unterscheidung zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch. Nihat fühlt die Schuld in sich, für den Tod seiner Frau und seines Sohnes verantwortlich zu sein. Doch Nihat ist ein guter Mensch, der Seher in der größten Not hilft. Und Seher selbst ist eine junge verzweifelte Frau, deren Handeln nachvollziehbar gemacht wird. Die Annäherung dieser beiden verlorenen Seelen geschieht in ruhigen Bildern mit reduzierten Dialogen und einer brillanten Darstellerleistung. Jedes gesprochene Wort erhält dabei eine Bedeutung und führt in die Tiefe der Charaktere, jede Einstellung der einsamen kargen Landschaft ist ein Ausdruck ihrer Emotionen. Kein Wort zuviel, kein Bild zuwenig. Ein starkes und aufwühlendes Drama über einen Neuanfang, der möglich ist. Selbst in der größten Einsamkeit.

Kategorien: Kinofilme FSK 12 Drama

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