Wagner & me

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Filmplakat:Wagner & me

Stephen Frey begibt sich auf einen Selbsterfahrungstrip nach Deutschland, er wandelt auf den Spuren Richard Wagners. Auf seiner Reise wirft er einen ganz unnachahmlichen Blick auf Wagners Musik und die Festspiele in Bayreuth. Stephen Fry hat jüdische Wurzeln und hinterfragt deshalb auch seine eigene Liebe zu dessen Musik. Bleibt das Absolute in der Musik des bekennenden Antisemiten Wagners unberührt? Kann oder muss sie "reingewaschen" werden?

Schauspieler
Stephen Frey
Regie
Patrick McGrady
Land
Großbritannien
Jahr
2010
Genre
Dokumentarfilm
FSK
k.A.
Originaltitel
Wagner & me
Länge
89 Minuten
Filmbewertung

Siegel der Deutschen Film- und Medienbewertung Der englische Schauspieler, Komiker und Autor Stephen Fry erfüllt sich einen ganz persönlichen Wunsch. Er reist zu den Wagner-Festspielen nach Bayreuth, darf sogar hinter die Kulissen schauen. Sein ganzes Leben schon ist Fry ein Bewunderer von Wagners Schaffen, hat jedoch auch nie aufgehört, sich kritisch mit dem großen Musiker auseinanderzusetzen. Denn die Einbindung dessen Werke in die Propagandamaschine des Dritten Reichs und die Tatsache, dass Stephen Fry jüdischer Abstammung ist, lässt eine unbelastete Verehrung nicht zu. Fry nimmt den Zuschauer in der wunderbar leichtfüßig erzählten Dokumentation von Patrick McGrady mit auf die Reise zu den Spuren eines der größten Genies der Musikgeschichte. Dabei werden die unangenehmen Aspekte von Wagners Schaffen, wie etwa sein Antisemitismus, nicht außen vor gelassen. Fry reflektiert mit seiner sympathischen Art und vorurteilsfrei diesen Fragen und versucht eine Annäherung, ohne zu glorifizieren. Diese Musikdokumentation ist ein wunderbar unterhaltsamer Einstieg in die Welt von Wagner. Aber auch eingefleischte Experten werden hier neue Erkenntnisse gewinnen. So macht Musikunterricht Spaß - geistreich, kurzweilig und spannend.

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