UNERHÖRT! - SOVIET HIPPIES

Film, Kino, TV

Bild: BMovie2(c)JBeschoner

© Johannes Beschoner

Terje Toomistu
D EST FIN I 2017 I 85 Min. I Hamburg-Premiere
Ein wilder Flowerpower-Ritt auf den Spuren der sowjetischen Hippiebewegung nimmt uns mit in den psychedelischen Untergrund der 70er Jahre. Unter dem Druck des politischen Regimes schuf eine bunte Gruppe von Künstlern, Musikern, Freaks, Vagabunden und anderen langhaarigen Systemverweigerern auf der Suche nach Freiheit und Glück ihre eigene Subkultur, mit eigenen Ausprägungen von Rockmusik, freier Liebe und Friedensbotschaften – eine Alternative in der Sowjetunion. Aktiv politisches Engagement dieser „Soviet Hippies“ nahm meist ein schlechtes Ende und die Frage, welche gesellschaftlichen Veränderungen sie bewirkten, muss offen bleiben.
Filmemacherin Terje Toomistu verwendet viel Amateurfilme aus der Zeit, doch sie erschließt sich ihr Thema aus der Gegenwart heraus, indem sie eine Gruppe gealterter exzentrischer Hippies aus Estland auf einer Reise nach Moskau begleitet. Dort findet bis heute jedes Jahr am 1. Juni ein Hippiefestival statt - das Datum erinnert an tragische Vorfälle im Jahr 1971, als tausende Hippies vom KGB festgenommen wurden.
Und so erzählen die Protagonisten des Films ihre Geschichten: von der Lebenslust und dem Einfallsreichtum, den es allein schon brauchte, um trotz des Eisernen Vorhangs an westliche Musik zu kommen; von damit verknüpften Sprachschwierigkeiten; von den meist verständnislosen bis repressiven Reaktionen von Familie, Nachbarn und der Mehrheitsgesellschaft; von wilden Reisen durch die weite Sowjetunion und von heimlich abgehaltenen Konzerten; von Drogen, von Räuschen und auch von Selbstzerstörung.

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Kategorien: Film, Kino, TV

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