Trialoggruppe Zwänge

Bürgerservices

Bild: Stadtteilhaus Horner Freiheit

© Gerd von Borstel

Im Stadtteilzentrum Horner Freiheit treffen sich jetzt Menschen, die unter Zwangsstörungen leiden, regelmäßig zu einem Austausch. Die Sozialpsychiatrie des Rauhen Hauses lädt alle zwei Monate zu der Veranstaltung ein. Das Besondere am Trialog: Betroffene , Angehörige und Fachleute sind eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen mit anderen zu teilen und dazu beizutragen, ein größeres Verständnis füreinander zu entwickeln und voneinander zu lernen.
Die Gesprächsrunden sind gut besucht. Moderiert werden sie von Genesungsbegleitern, Männern oder Frauen, die selbst psychische Krisen kennen und eine Weiterbildung durchlaufen haben, um anderen Betroffenen zu helfen. Bei jedem Treffen gibt es ein Leitthema, das die Richtung vorgibt. Im Zusammenhang mit einer Zwangsstörung kann das beispielsweise die Frage nach dem Sinn sein, der für die Betroffenen hinter dem Verhalten steht oder nach Wegen aus dem Zwang.
Der Trialog ist eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Die Menschen, die hierher kommen, erzählen, dass sie sich selbst besser verstehen könnten, wenn sie die Erfahrungen der anderen hören und dass sie sich über den eigenen Mut freuen, hier von sich zu erzählen. Die Sozialpsychiatrie des Rauhen Hauses bietet Trialoge auch zu den Themen Depressionen und Stimmenhören an. Menschen mit Depressionen kennen das Gefühl einer inneren Leere und lange Phasen der Antriebslosigkeit. Ihnen kann es helfen, sich auszutauschen über das, was ihnen hilft oder bei Fragen nach Therapeuten, Medikamenten und Symptomen geht.
Wer Stimmen hört, wird häufig von seiner Umgebung nicht ernst genommen oder gleich für psychisch krank erklärt. Im Trialog zum Thema Stimmenhören kann es zum Beispiel um eine erste Einschätzung gehen, ob das Phänomen Zeichen einer eher harmlosen Überlastungssituation ist oder auf eine mögliche psychische Störung hinweist. Hier treffen sich Menschen, für die das Stimmenhören zum Alltag gehört und die sich gegenseitig helfen, sich selbst besser zu verstehen. Auch die Angehörige können sich mit anderen in der gleichen Situation austauschen.

Eintritt
FREI



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