SONATA ARCTICA

Konzerte

Bild: SONATA ARCTICA

© links im Bild

Line-Up:
Tony Kakko I vocals, keyboards
Elias Viljanen | guitar
Pasi Kauppinen | bass
Henrik Klingenberg I keyboards
Tommy Portimo | drums
„Inspiration entsteht durch die Welt um mich herum.“ (Tony Kakko)
„Ich lasse es zu - mit nur wenigen Einschränkungen - dass sich die Musik von selbst schreibt und genieße einfach die Reise“, offenbart der charismatische Kreativkopf und Chefdenker dieser finnischen Soundschmiede und strahlt dabei eine innere Ruhe als auch Sympathie aus, die von einer in die andere Sekunde sofort in den Bann zu ziehen vermag. Unumstritten: Tony Kakko - seines Zeichens Sänger und Texter der Power Metal Heroen von SONATA ARCTICA - ist ein musikalisches Genie und Ausnahmetalent. Er verfügt über ein immens filigranes als auch exzellentes Gespür für unvergleichliche, zutiefst epische, komplexe Klangkaskaden, die nicht nur ins Ohr, sondern noch wesentlich tiefer; unter die Haut und in die Seele gehen… Genau jene atmosphärisch-elegische Finesse im Soundkosmos, der seit jeher von einem vielschichtigen Facettenreichtum und konträren Wechselspiel der Emotionen lebt, zeichnet die Nordmänner und ihre visionäre Virtuosität essentiell aus. So verschmelzen Gefühl und schönste Melodik zu einer verführerischen Symbiose mit gleichermaßen druckvoll-energetischen, als auch dynamisch-treibenden Passagen und ergänzen sich nahezu magisch. Längst schon haben SONATA ARCTICA eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie zur absoluten Speerspitze im Power Metal zählen. Keine andere Formation lässt Emotionen, Tiefe und Melancholie in derart harmonischer Vollendung mit metallischer Wucht fusionieren.
Gegründet vor sage und schreibe nunmehr 20 Jahren, avancieren die Finnen innerhalb kürzester Zeit zu einem Garant bester melodischer Metal Kost - die nur so vor Spielfreude und Energie strotzt - komplettiert mit einer besonderen, individuellen Note, der hymnischen Stimme von Tony Kakko sowie einem exquisiten Händchen für eingängige Nummern mit exorbitanten Hitpotential. Neun Meisterwerke sind in den letzten zwei Jahrzehnten der Bandgeschichte entstanden; stilistisch haben es sich SONATA ARCTICA niemals nehmen lassen, ebenfalls neue Wege auszuprobieren, die alten Pfade und Gewohnheiten hinter sich zu lassen - vom klassischen Power Metal zu progressiveren Exkursionen, um letztendlich das Beste vieler Klangwelten miteinander zu verbinden. Jedes Album konnte einen eigenen Charme, ein spürbares Eigenleben konstatieren und doch sind sich SONATA ARCTICA immer treu geblieben. Mit ihrem Können, ihrem Ideenreichtum und ihren Wagnissen hat die Band das Genre maßgeblich beeinflusst und nachhaltig geprägt.
Nun ist es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen: „Talviyö“. Und schon jetzt lässt sich manifestieren, dass der Band ein kolossales Meisterwerk gelungen ist, doch beginnen wir von vorn: Nur knapp drei Jahre sind nach dem fulminanten Vorgänger „The Ninth Hour“ ins Land gezogen. Drei Jahre, in denen das Quintett alles andere als untätig war. „Im Grund schreibe ich permanent Songs, wenn es sich ergibt“, schildert Tony, „aber Anfang 2018 habe ich mich konkret um das neue Album gekümmert. Die Aufnahmen starteten im September letzten Jahres, Mix und Master waren im Mai fertig“, zählt er auf und fängt an zu lachen: „Das klingt nach einem entspannten Zeitplan, war es aber ganz und gar nicht, da viele Shows und Projekte dazwischen kamen“, erläutert der Finne und verrät ferner, dass es im Vorfeld kein Konzept im klassischen Sinne gab, „weil ich in der Regel erst die Musik schreibe - und wenn wir dann wissen, welche Songs zu dem Album passen, beginnen wir mit der lyrischen Facette. Natürlich schwirrten uns bereits Ideen im Kopf herum, in welche Richtung sich das Ganze bewegen könnte, aber die Erfahrung zeigt, dass mich die Texte am Ende einer Produktion dann selbst überraschen. So war es schon bei den vorherigen Platten.“
„Talviyö“ ist eine Zusammenstellung von verschiedenen Stücken, die in einem gewissen thematischen Kontext stehen, „aber nicht genug, um das Album als geschlossenes Konzeptwerk zu beschreiben”, klärt Tony auf und erörtert, dass sie sich als Band auch dieses Mal alle Freiheiten genommen habe, wodurch ein fließender, organischer Kreativprozess zustande kam. „Die Idee war es, den Faden der Alben, die wir nach `Stones Grow Her Name´ - welches musikalisch etwas aus der Reihe fiel - aufgegriffen haben, mit aufzunehmen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie konsequent wir diese Vision realisieren konnten, aber das war zumindest der ursprüngliche Plan. Noch sind wir zu nah am Entstehungsprozess, um beurteilen zu können, wo sich `Talviyö´ zu den Vorgängern `Pariah´s Child´ and `The Ninth Hour´ einreiht“, gibt Tony zu bedenken, freut sich aber, „da sich im Laufe der kreativen Phase alles sehr natürlich angefühlt hat.“
Fragt man den passionierten Komponisten nach seiner Quelle der Inspiration für den jüngsten Silberling, so muss er nicht lange nachdenken. „Inspiration entsteht durch die Welt um mich herum. Ich schreibe nur vereinzelt Themen, die im Fantasy-Bereich anzusiedeln sind - es existieren nicht viele Drachen und Elfen in Sonata-Songs“, legt er charmant dar „Die Texte handeln von zwischenmenschlichen Beziehungen, vom Leben an sich, dem Zustand des Planeten und welche Welt wir hier für unsere Kinder hinterlassen. Es geht um die Natur, das Mysterium der Nordlichter…“, sinniert er. „Mein Songschreibprozess gleicht einem schwer erklärbaren Puzzle, das sich über einen längeren Zeitraum zusammensetzen muss, bis sich am Ende ein Lied heraus kristallisiert und aus diesem gesamten Songpuzzle letztendlich ein ganzes Album entstehen kann“. Dennoch gewährt Tony Kakko einen Blick in die Tiefe seiner Gedanken und offenbart, dass das Album mit einem hymnischen Power Metal Track beginnt, der alle SONATA ARCTICA Fans der ersten Stunde begeistern wird. Und definitiv: In „Message From The Sun“ vereint sich all das, was die Band seit jeher auszeichnet; eine epische, hochmelodische Bombastnummer, in der es um die alten Mythen rund um die wunderbaren, eindrucksvollen Nordlichter geht. „Natürlich kommt kein Sonata-Album ohne Beziehungsgeschichten aus, so haben wir mit `Whirlwind´, `Cold´ und `The Last Of The Lambs´ immens stimmungsvolle, atmosphärische Stücke am Start.“ „Storm The Armada“ und „Who Failed The Most“ bewegen sich dagegen auf politischer Ebene; beschäftigen sich damit, was wir unserer Erde antun.
Das mysteriöse „Demons’ Cage“ dagegen schließt einen Kreis zu „Fairytale“ (vom „The Ninth Hour“ Werk), während die Emotionsnummer „The Raven Still Flies With You” das dramatische Verschwinden eines Kindes thematisiert und „A Little Less Understanding“ die Schwierigkeit im Leben aufgreift, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Es ist ein höchst reflektierendes, tiefsinniges, gefühlvolles und das mit Sicherheit bisher persönlichste Werk der Finnen geworden. Dementsprechend möchte es Tony den Hörern selbst überlassen, wie sie die Stücke einordnen, „denn natürlich basieren die Songs auf meinen Empfindungen und Ansichten. Aber jeder macht seine eigenen Erfahrungen und kann die Songs auch mit einer eigenen Bedeutung versehen. Vieles mag aus heutiger Sicht erheblich von dem abweichen, wie du es noch vor zehn Jahre gesehen hast“, sinniert er. „Vielleicht seid ihr Eltern geworden oder habt jemanden verloren - der Erfahrungsschatz verändert den Blick auf vieles mit den Jahren, deswegen sollte man die Songs zu seinen eigenen machen.“ Mit „Ismo’s Got Good Reactors” hat es ebenfalls ein bezaubernder Instrumentaltrack auf die Scheibe geschafft, „und ich werde den Titel bestimmt hunderte Male erklären müssen“, befürchtet Tony, „aber so viel sei schon mal verraten: Es existiert eine besondere Geschichte und herzerwärmende Bedeutung hinter dem Stück.“
Der wunderschöne, zauberhaft anmutende Titel der aktuellen Platte kommt - wie der Name schon erahnen lässt - aus dem Finnischen und bedeutet übersetzt so viel wie Winternacht. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Winteralbum, aber es vereint all jene Attribute, die die verwunschene Magie einer klirrend kalten Winternacht beschreiben und geht noch einen Schritt weiter. „Talviyö“ beinhaltet die pure Essenz von SONATA ARCTICA das Herz ihres gesamten kreativen Schaffens: Schönste, verträumte, leicht entrückte Melodiebögen und Klangkaskaden, jene einzigartige atmosphärische, mysteriöse Aura und gleichermaßen diese mitreißende, energetische Dynamik und Spielfreude. Eine virtuose Reise, die Power, ausgefeilte Riffs und opulenten Bombast mit der berühmten finnischen Melancholie und einem nebulösen Hauch von Magie komplettiert.
Mit dem atemberaubenden Coverartwork des finnischen Fotokünstlers Onni Wiljami vollenden SONATA ARCTICA gleichermaßen auf visueller Ebene eine perfekte Präsenz. „Die Idee dahinter war es, ein reales Bild für das Cover zu verwenden. Wir haben häufiger über ihn geredet, zumal er bereits international für seine Fotokunst ausgezeichnet wurde. Also beschlossen wir, ihn einfach mal zu kontaktieren - und dann ging alles sehr schnell. Onni wohnt nicht weit entfernt von uns hier in Nordfinnland und bearbeitet seine Bilder selbst. Diese Verbundenheit hat den Wunsch noch bestärkt, mit ihm zu kooperieren und ich bin sehr glücklich mit dem Resultat. Er hat die Atmosphäre des Albums brillant aufgegriffen und visualisiert“, schwärmt Tony, der den Winter als liebste Jahreszeit deklariert. „Es ist zauberhaft und zudem tatsächlich die hellste Zeit in Nordfinnland, wenn die Sonne die Schneelandschaften berührt und erstrahlen lässt. Winter ist so pur und schön - jene Atmosphäre wird ebenfalls im Booklet festgehalten.“
„Talviyö” ist ein immens organisches, live-orientiertes Werk geworden, der Sound hat eine faszinierende Dynamik und einen besonderen Touch. Die Basis-Instrumente wurden in dieser Produktion live eingespielt und mit Mikko Tegelman als Produzenten im finnischen Studio57 in Alaveteli aufgenommen. „Mikko hat das Beste aus uns rausgeholt, selbst bei den eher experimentellen Geschichten - und mit einem externen Produzenten zu arbeiten, war auch für uns neu”, bringt Keyboarder Henrik „Henkka“ Klingenberg zu Protokoll und schmunzelt: „Mikko hat uns den richtigen Kick in den Allerwertesten gegeben. Herausgekommen sind klasse Songs, die voller Energie und Kraft stecken und gewaltig den Staub aus den Boxen wirbeln. Außerdem haben wir einiges Neues ausprobiert. Ich bin verdammt stolz, dass es uns zudem gelungen ist, das Live-Feeling auf Platte zu bringen.“ Abschließend bleibt nicht viel zu sagen, außer, dass SONATA ARCTICA auch dieses Mal wieder mit Bravour unter Beweis stellen, dass sie die Könige des melodisch-skandinavischen Power Metal sind. Tony definiert „Talviyö“ übrigens als dritte Säule des neuen SONATA ARCTICA Klangkonstruktes. „Grob lässt sich unsere Karriere in drei Zeitalter unterteilen - und dieses Album ist jetzt das dritte Werk des dritten Zeitalters.“ Vor allem aber manifestiert „Talviyö“ eines deutlicher denn je: Diese Band ist ein wahrer Kreativbrunnen der Superlative und wird auch in Zukunft noch Wunderbares kredenzen. Bleiben wir gespannt, in welche Dimensionen uns SONATA ARCTICA noch führen werden…
© Jasmin Froghy



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