Schauspiel: Ich denke meine Rolle - Samstag + Sonntag

Seminare, Kurse & Workshops

Kursnummer: 2020/S5 - Anmeldung bitte bis 8.2.2020

Inhalt:
„Aber weil ich doch irgendeine dunkle Vorstellung habe, die mit dem, was ich suche, von fern her in einiger Verbindung steht, so prägt, wenn ich nur dreist damit den Anfang mache, das Gemüt, ( … ) dem Anfang nun auch ein Ende zu finden, ( … ) Ich mische unartikulierte Töne ein, ziehe die Verbindungswörter in die Länge, gebrauche wohl eine Apposition, wo sie nicht nötig wäre, und bediene mich anderer, die Rede ausdehnender, Kunstgriffe, zur Fabrikation meiner Idee auf der Werkstätte der Vernunft, die gehörige Zeit zu gewinnen.“ (Kleist, Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden)
Bereits Tschechow wählte den Ansatzpunkt in der Verwandlung des Denkens. Aktiviert durch die Konzentrationskraft des Schauspielers soll der schöpferische Prozess nicht durch die Denkaktivität unterdrückt werden, sondern durch dessen Verwandlung in ein bildhaftes Denken geschaffen werden. Nach einiger Zeit bekommt dieser Charakter in der Phantasie des Schauspielers ein Eigenleben und er tritt in einen Dialog mit ihm. Nun geht es darum, das innerlich Geschaute zur äußeren Darstellung zu bringen.
Gegenüber seinen Schülern fasste Tschechow seine Methode häufig mit den Worten zusammen: Konzentration - Imagination - Verkörperung. Anhand von verschiedenen literarischen Beispielen wollen wir uns in diesem Kurs dem Ansatz nähern, mit Fantasie und Verstand Inhalt und der Figur lebendig und wahrhaftig darzustellen. Frei nach dem dialektischen Gesetz: Das Was bestimmt das Wie, obwohl letzten Endes das Wie das Was bestimmt. Gerne darf auch eine Rolle, an der gearbeitet werden soll, mitgebracht werden.

Homepage
Link zur Homepage
Preis ab
50.00 €
Preis bis
150.00 €
Preis Info
 50,00 Euro für Mitglieder des VHAT sowie anderer Mitgliedsverbände des BDAT150,00 Euro für Externe



powered by Hamburg-Tourismus

Anzeige