Reflektor Manfred Eicher: HISTOIRE(S) DU CINÉMA (Film)

Film, Kino, TV

Nach der Musik sind Literatur und Film die beiden künstlerischen Disziplinen, die ECM-Chef Manfred Eicher am nächsten liegen. »Tagsüber war ich an Musikhochschule, abends habe ich in der Filmbühne am Steinplatz als Kinogänger Film studiert«, so fasst Manfred Eicher seine Lehrzeit im Berlin der 60er-Jahre zusammen. Schon früh hat Eicher die Filme des französischen Regisseurs Jean-Luc Godard lieben gelernt, zwischen den beiden Männern enstand eine tiefe Freundschaft und fruchtbare Zusammenarbeit – zwei von Godards Meisterwerken zeigt Eicher deshalb nun bei seinem »Reflektor«-Festival.
»Histoire(s) du cinéma« ist ein achtteiliges Videoprojekt, das von Jean-Luc Godard Ende der 80er-Jahre begonnen und 1998 abgeschlossen wurde. Mit einer Gesamtlänge von 266 Minuten ist es der längste und einer der komplexesten Filme von Godard: Eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kinokonzepts und wie es sich auf das 20. Jahrhundert bezieht.
Am ehesten vergleichbar mit »Finnegans Wake«, einem Kunstwerk, das sich in eine theoretische Lage nach dem Ende der englischen Sprache versetzt, projiziert sich der Regisseur und uns in die Zukunft, um zu fragen: »Was war Kino?«. 1999 veröffentlichte ECM die Tonspur dieses magnum opus von Jean-Luc Godard.



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Kategorien: Film, Kino, TV

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