Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes

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Filmplakat:Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes

Papst Franziskus ist als Reformer angetreten. Bescheidenheit, Mitgefühl und Liebe sind die Werte, die er in die Welt trägt. Die Dokumentation begleitet das Oberhaupt der katholischen Kirche auf Reisen und Missionen. In den USA, in Jerusalem, bei den Vereinten Nationen - Franziskus nimmt Stellung zu den drängenden Fragen der Menschheit: Wie kann die Welt gerechter werden? Wie können die verschiedenen Glaubensrichtungen miteinander leben?

Regie
Wim Wenders
Land
Deutschland
Jahr
2018
Genre
Dokumentarfilm
FSK
o.A.
Originaltitel
Pope Francis: A Man of his Word
Länge
96 Minuten
Filmbewertung

Siegel der Deutschen Film- und Medienbewertung Franziskus von Assisi erhielt, nach eigenen Aussagen, von Christus' Stimme den Auftrag: "Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät." Von da an verschrieb Franziskus sein Leben diesem Ziel. Er verzichtete auf allen Reichtum, teilte, was er hatte, mit den Ärmsten der Armen und begab sich mit seinen Begleitern auf den Weg in die Welt. Nicht um zu bekehren, sondern um Gutes zu tun und mit seinen Worten Trost und auch Frieden zu spenden. Dies alles geschah im 13. Jahrhundert. Nun, achthundert Jahre später, trägt der aktuelle Papst den Namen dieses Heiligen: Franziskus. Seine Ziele jedoch sind denen seines Vorgängers gleich. Wim Wenders zeigt das Oberhaupt der Katholischen Kirche bei seinem Wirken - auch und vor allem in der Interaktion mit Menschen. Denn die Liebe zu den Menschen ist es, die Franziskus predigt und praktiziert. Er kennt keine Berührungsängste, keine Scham, keine Distanz. Die Menschenmassen, die Franziskus am Wegesrand, auf dem Petersplatz, in Stadien, im amerikanischen Kongress, bejubeln, zeigt Wenders nicht nur in beeindruckenden Totalen, sondern er konzentriert sich auf einzelne Gesichter und zeigt damit auf einfühlsame Weise, wie sehr sich die Worte Franziskus' an jeden einzelnen Menschen wenden. Dies wird umso mehr in den intensiven Gesprächen mit dem Papst selbst deutlich. Der Blick des Heiligen Vaters ist in die Kamera gerichtet, überwindet die Grenze der Leinwand und erreicht so den Zuschauer. Damit entsteht, trotz der imposanten Größe der eingefangen Augenblicke, eine stille, liebevoll warme und persönliche Nähe. Der Inhalt von Franziskus' sanft formulierten Worten streift dabei alle Krisenthemen unserer Zeit und zeigt, wie sehr sich der Papst mit der Flüchtlingskrise, der immer stärker auseinandergehenden Schere zwischen Arm und Reich und den Missbrauchsvorfällen in der Katholischen Kirche beschäftigt und sich den dringlichen Fragen stellt. Und auch heikle Themen wie Homosexualität oder Frauen in hohen Kirchenpositionen werden von Franziskus behandelt. Dies alles zeigt ihn als einen Geistlichen, dessen Denken durchaus weltlich ist. Ob bei dem Besuch kranker und armer Menschen, einer Fragerunde von Kindern oder den Unterhaltungen mit großen Staatsmännern und Vertretern anderer Religionsgemeinschaften. Ein wunderbar inspirierendes und filmisch beeindruckendes Porträt eines charismatischen Glaubensmannes, der mit seinen Worten Menschen erreicht und berührt. Einerlei, ob sie selbst glauben oder nicht.

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