ONE OK ROCK

Konzerte

Bild: ONE OK ROCK

ONE OK ROCK: Japans mutige Genre-Surfer
Asiatische Superstars erobern mit „Ambitions“ den Globus
Aktuelle Single „Change“ kündigt neue Stilelemente an
Im Dezember zwei Shows in Köln und Hamburg
In ihrer Heimat zählt das japanische Quartett ONE OK ROCK seit vielen Jahren zu den beliebtesten Rock-Acts. Alle acht Alben stiegen in die Top 20 der japanischen Charts, die letzten vier sogar mindestens unter die ersten drei Plätze. Sechs Single-Auskopplungen konnten sie in den Top 10 der Oricon-Singlescharts platzieren, zu ihren Konzerten pilgern in Japan regelmäßig über 10.000 Fans. Nachdem sich die Band lange Zeit auf den heimischen Markt konzentrierte, haben sie 2015 mit ihrem Album „35xxxv“ auch die Eroberung Europas und Nordamerikas in Angriff genommen. Bereits die ersten Europa-Tourneen 2014 und 2016 sprengten alle Erwartungen, der Funke ihrer unbändigen Energie entzündete sich auch auf den neuen Kontinenten mit jeder weiteren gespielten Show. 2017 veröffentlichten sie mit „Ambitions“ ihr neuntes Album (und zugleich das zweite, das sowohl in japanischer als auch englischer Sprache erscheint) und landeten einen internationalen Chart-Hit – von Australien über Kanada und Belgien bis in die USA, wo „Ambitions“ bis auf Platz 2 der Top-Hard-Rock- sowie Platz 9 der Alternative-Charts stieg. Zwischen dem 7. und 8. Dezember kommen ONE OK ROCK für zwei Shows in Köln sowie Hamburg nach Deutschland und verbreiten ihre Ode an die Hoffnung sowie Menschlichkeit lautstark und eindrucksvoll.
Die Geschichte von ONE OK ROCK begann 2007, als Gitarrist Toru (Yamashita Toru), zuvor Teil der Hip-Hop- und Breakdance-Crew Heads, eine Rockband gründen wollte. Von Heads nahm er seinen Freund und Bassisten Ryota (Kohama Ryota) mit und ergänzte das Line-up durch den befreundeten Highschool-Studenten Alex (Onizawa Alexander) an der Gitarre sowie den bereits durch die Formation NEWS zu Bekanntheit gelangten Sänger Taka (Moriuchi Takahiro). 2009 fanden ONE OK ROCK in Tomoya (Kanki Tomoya) den passenden Schlagzeuger und hatten ihre feste Besetzung gefunden.
Zu ihrer eigenen Überraschung platzierten sich gleich ihre ersten beiden 2007 veröffentlichten Singles in den Top 50 der japanischen Oricon-Singlescharts, das im gleichen Jahr veröffentlichte Debütalbum „Zeltakubyo“ erreichte sogar Platz 15. Bereits wenige Monate später erschien das Nachfolgealbum „Beam Of Light“, das die Band jedoch eher als Schnappschuss eines Zwischenschritts auf dem Weg zur eigenen Stilfindung betrachtete. Nichtsdestotrotz war dieses Werk ebenso erfolgreich wie der Vorgänger. 2008 erschien ihr dritter Longplayer innerhalb von zwölf Monaten: Auch „Kanjo Effect“ schaffte es unter die Top 20 der Albumcharts. ONE OK ROCK hatten damit nicht einmal ein Jahr benötigt, um sich als einer der populärsten Rock-Acts Japans zu etablieren.
Eine Veränderung in Stil und Aufbau der Formation brachte der anschließende Ausstieg von Gitarrist Alex mit sich. Die Band entschied, seinen Posten nicht neu zu besetzen und fortan als Quartett weiter zu machen. Dies hatte auch Einflüsse auf ihren vielschichtigen Sound zwischen Alternative Rock, modernem Metal, Emocore, Postpunk und kräftigen Popeinflüssen in den virtuosen Gesangsmelodien. Seither wirkt ONE OK ROCKs Musik entschlackter, klarer und enorm auf den Punkt gespielt.
Seit Veröffentlichung ihres vierten Albums „Niche Syndrome“ im Jahr 2010 sind ONE OK ROCK Dauergäste in den japanischen Top 10. 2013 wagten sie nach Veröffentlichung ihres sechsten Albums „Jinsei x Boku =“ den Sprung nach Nordamerika und Europa. Die Euphorie war überwältigend. Ihre Konzertreisen zum Album „35xxxv“ brachten auch in den USA große Erfolge mit sich: Die Band gilt dort als spannender Exot, der den Nerv des amerikanischen Hörers trifft. Auch inhaltlich, wie die Erfolge rund um „Ambitions“ belegen, das die Band als Dreifaltigkeit aus den Konzepten Hoffnung, Ambition und hymnischen Mitsing-Hits versteht. Mit dem Gruppensingen machen sie Ernst: Auf einem japanischen Festival teilten sie sich vor einer Weile die Bühne mit eintausend Sängern, die die Hymnen einer japanischen Jugendgeneration schmetterten. Mit der im Februar erschienen Single „Change“ kündigt sich nun für das nächste Album eine weitere stilistische Entwicklung an: Mehr Elektronik und Pop, weniger Rock und Komplexität. Taka selber bezeichnete den Song als „das mit großem Abstand Poppigste, was diese Band je gemacht hat“.



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Kategorien: Konzerte Pop

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