NDR Elbphilharmonie Orchester / Alan Gilbert

Klassik

Bild: NDR Elbphilharmonie Orchester / Alan Gilbert

© Michael Zapf

Für Komponisten ist die Zahl Neun etwas Magisches: Beethoven schrieb neun Sinfonien, Dvoák ebenfalls, Bruckner konnte seine Neunte nicht mehr vollenden – und Gustav Mahler hätte vielleicht keine Zehnte mehr beginnen sollen. »Es scheint, die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort. Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits zu nahe«, glaubte Arnold Schönberg. Und in der Tat wirkt Mahlers letzte vollendete Sinfonie wie ein Abschiedswerk. Er schrieb sie in einer Phase voller Depressionen und Angstzuständen, sterbenskrank und angegriffen von privaten Verlusten.
Die Uraufführung im Jahr 1912 sollte der Komponist nicht mehr erleben. Und dennoch zeugt die Musik nicht etwa von Schicksalsergebenheit. Im Gegenteil: Laut Alban Berg ist der erste Satz »das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat. Es ist der Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, im Frieden auf ihr zu leben, sie, die Natur, noch auszugenießen – bevor der Tod kommt.«
Geradezu unfassbar viel Zeit nimmt sich Mahler so auch, das Hauptmotiv des letzten Satzes in unendlicher Langsamkeit verstummen zu lassen. Ein einzigartiger, sprachlos machender Sinfonieschluss! Die Neunte als »Quintessenz aller Mahler-Sinfonien« sei eben schwer in Worte zu fassen, meint auch Alan Gilbert. Sie gebe »ein Bild davon, was es heißt, Mensch zu sein – in jeder Hinsicht«. Im Rahmen des »Internationalen Musikfests Hamburg« lässt der weltweit gefeierte Mahler-Dirigent mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester die Töne sprechen.

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Kategorien: Klassik Konzerte
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Elbphilharmonie (Großer Saal)HVVIcon Veranstaltungsortdetails
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Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg

Termine
Sonntag, 03.05.2020
11:00 Uhr bis 14:00 Uhr

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