Kát'a Kabanová

Bühnenkunst

Bild: Kát'a Kabanová

© Pavel Hejný

»Die Musik von Leo Janáek ist von äußerster Knappheit und Konzentration«, schrieb Die Presse 2017 über Janáeks Oper »Kát'a Kabanová«. Sie klingt, als lege sie den Finger auf die wundesten Punkte der menschlichen Existenz. Das gelingt dem mährischen Komponisten, weil er seine musikalischen Zeichen direkt aus sprachlichen Wurzeln schöpft. Seine Motive entstehen aus Lautmalerei, aus Rufen, Angst- oder Freudenlauten.« In der Elbphilharmonie ist das selten aufgeführte Werk nun mit Jakub Hra und der Tschechischen Philharmonie, die als echte Janáek-Experten gelten, zu erleben.
Eine Kleinstadt an der Wolga wird für Katja Kabanova zum Gefängnis: Hier lebt sie in einer Welt voller Abhängigkeiten und unerfüllter Sehnsüchte. Unerträglich ist die Tyrannei der Schwiegermutter, unerträglich die Angst vor den Konsequenzen einer Trennung von ihrem Ehemann. Doch Boris, den sie heimlich liebt, ist seinerseits nicht frei in seinen Entscheidungen. Als Ehebrecherin von allen verschrien, geht sie aus Verzweiflung in den Fluss.
Mit Katja hat der tschechische Komponist Leo Janáek nach seinem Welterfolg »Jenufa« eine weitere, vielschichtige Frauengestalt in das Zentrum seines Werkes gestellt. Ihren inneren Kämpfen hat er in einer mal lyrischen, mal herb-dunklen Tonsprache musikalischen Ausdruck verliehen – und dabei starken persönlichen Anteil an ihrer Geschichte genommen: Seit 1917 und bis zu seinem Tod war der verheiratete Komponist in die fast vierzig Jahre jüngere Kamila Stösslová verliebt; eine Liebe, die nur in etwa 700 Briefen stattfinden durfte.

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Die Veranstaltung hat einen Termin.
Elbphilharmonie (Großer Saal)HVVIcon Veranstaltungsortdetails
Adresse

Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg

Termine
Dienstag, 21.04.2020
20:00 Uhr bis 22:15 Uhr

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