Kammerkonzert der Symphoniker Hamburg

Klassik

Bild: Kammerkonzert der Symphoniker Hamburg

© Konrad Schmidt

Ein wehmütiger Hauch des Fin de siècle liegt über Johannes Brahms' 1891 uraufgeführtem Klarinettenquintett in h-Moll, das der gebürtige Hamburger dem Klarinettenvirtuosen Richard Mühlfeld widmete. Die Wellenfiguren und dramatischen Steigerungen des ersten Satzes kehren im Finalsatz zurück und schließen so einen traurig-schönen Kreis voller tiefer Bedeutung.
Der ländliche Volksliedcharakter des Andantinos findet sich – wenn auch in anderer Ausprägung – in dem vier Jahre zuvor entstandenen Zweiten Klavierquintett von Antonín Dvoák wieder, der reiche slawische und tschechische Rhythmen und Melodien in sein Werk einfließen ließ. Besonders die Mittelsätze dieses Klavierquintetts sprudeln vor zwar manchmal leicht melancholischer, aber kraftvoller Folklore über.
Anders als bei Brahms misst sich der Finalsatz bei Dvoák nicht mit dem ersten Satz, sondern erklingt schwungvoll und erinnert an eine Polka. Zwei meisterhafte kammermusikalische Werke derselben Epoche, die das Ende des 19. Jahrhunderts auf unterschiedliche Weise – aber doch mit hörbaren Parallelen – interpretieren.

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Kategorien: Klassik Konzerte
Die Veranstaltung hat einen Termin.
Laeiszhalle (Kleiner Saal)HVVIcon Veranstaltungsortdetails
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Johannes-Brahms-Platz , 20355 Hamburg

Termine
Sonntag, 17.05.2020
11:00 Uhr bis 13:00 Uhr

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