9. Philharmonisches Konzert

Klassik

Bild: Großer Saal der Elbphilharmonie

© Iwan Baan

Als 1961 Schostakowitschs 12. Symphonie in Leningrad zum ersten Mal erklang, da war die sozialistische Revolution von 1917 längst Geschichte. Man lebte mit den Folgen, die für viele, die an die Revolution geglaubt hatten, einen Verrat an dem bedeuteten, was man sich davon versprochen hatte. In seinen Symphonien hat Schostakowitsch zur Sprache gebracht, was seit 1917 den Menschen in der Sowjetunion widerfahren war an Leid und Elend; vor allem aber auch, was er selbst als Mensch und von Glauben und Hoffnungen bewegter Musiker und Künstler in dieser „neuen“ Welt erlebte. Symphonisches Thema in Schostakowitschs Musik ist die Entlarvung des Bösen, die zugleich und sehr wesentlich eine Verteidigung des Menschen ist. Den Kräften des Bösen, die gewaltsam in die menschliche Welt einbrechen und diese zu zerstören drohen, wird eine mächtige Reaktion entgegengesetzt - die Macht der Humanität, als zorniger und kämpferischer Protest, als Kostbarkeit des Schönen, die im ästhetischen Erleben eine ethische Befriedigung hervorruft und dem Leben des Menschen Augenblicke von Erfüllung schenkt.



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Kategorien: Klassik Konzerte

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