500 JAHRE REFORMATION Martin Luther - Die Kirche in Wilhelmsburg

Ausstellungen

Bild: Stillhorner Kirche (Kreuzkirche Kirchdorf)

© Museum Elbinsel Wilhelmsburg

Die Kuratoren der Ausstellung „500 Jahre Reformation: Martin Luther“ untersuchen die Auswirkungen der Reformation von 1517 auf das Gebiet des heutigen Wilhelmsburgs und deren damaliger ersten Kirche, die Stillhorner Kirche. Es ist die heutige Kreuzkirche Kirchdorf, deren Baubeginn 1338 war. Sie wurde vom Adelsgeschlecht der Groten errichtet und gehörte zum Bistum Verden. Bis zur Fertigstellung der „Stillhorner Kirche“ fuhren die damaligen Bewohner der Elbinsel zum Gottesdienst und allen anderen kirchlichen Angelegenheiten über die Elbe nach Ochsenwerder. Man setzte mit der Fähre über. Die Stillhorner Gläubigen mussten mehrere Jahrhunderte lang einen finanziellen Ausgleich an den Pastor der Ochsenwerder Kirche zahlen, weil sie nun eine eigene Kirche hatten und ihm Einnahmen zum Leben dadurch fehlte. Darüber und wie die Reformation auf die Elbinsel kam erzählt die Ausstellung. Aus dem Bestand des Museums werden historische Bibeln, Gesangsbücher – auch selbstgefertigte gezeigt. Schon vor der Bibelübersetzung durch Luther gab es deutschsprachige Bibeln, was vielen Menschen gar nicht bekannt ist. Hier war damals die gängige Sprache Plattdeutsch. Um diesen Menschen es zu ermöglichen, die Luther-Bibel lesen zu können, musste sie erst ins Plattdeutsche übersetzt werden. Ebenso wird man über kirchliche Feste wie Taufe, Konfirmation, Hochzeiten und Trauerfeierlichkeiten etwas erfahren können. Auf einer Zeittafel von 1333 bis 2012 kann man die geschichtliche Entwicklung der Elbinsel, der Kunst und Wissenschaft, über die Kirche und Reformation, sowie über die politischen Machenschaften dieser Zeit ersehen.
Erstmalig werden auch zwei der neuen Räume und die neuen Vitrinen des Museums für eine Ausstellung genutzt. Die Räume sind zwar nur provisorisch hergerichtet, doch die Kuratoren sind froh, nun auch Sonderausstellungen separat von den anderen Ausstellungsräumen zeigen zu können. Nach Renovierung und Restaurierung des alten Amtshauses soll in den Räumen der ehemaligen Lehrerwohnung über die „Sturmfluten“ ausgestellt und berichtet werden.
Die Ausstellung wird am 1. Oktober um 14:30 Uhr eröffnet und ist immer sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung bis zum 31.Oktober dem Reformationstag zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Eintritt
FREI



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