Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!"

Rund ums Essen & Trinken

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 10.05.2019)

Unter dem Motto "Alkohol? Weniger ist besser!" findet dieses Jahr auch in Hamburg wieder die Aktionswoche Alkohol statt. Vom 18. bis 26. Mai 2019 wird es bundesweit zahlreiche Aktionen geben, deren gemeinsames Ziel es ist, Jugendliche und Erwachsene für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu gewinnen. Außerdem sollen die vielfältigen Suchtberatungs-, Präventions- und Hilfsangebote in der Stadt bekannter gemacht werden.

Alle zwei Jahre wird die Aktionswoche Alkohol bundesweit unter Federführung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) ausgerichtet.

Die Hamburger Einrichtungen der Suchthilfe, der Suchtselbsthilfe sowie der Suchtprävention beteiligen sich auch in 2019 an der Aktionswoche mit zahlreichen Mitmachaktionen und Veranstaltungen.

"Die Aktionswoche leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Hamburger für riskanten Alkoholkonsum zu sensibilisieren und das Thema Sucht wieder auf die Tagesordnung der Stadt zu setzen. Alkohol ist nach wie vor das Suchtmittel Nummer eins in Deutschland. Dreiviertel aller erwachsenen Hamburger trinkt regelmäßig Alkohol, knapp jeder Fünfte trinkt sogar in gesundheitsschädlichen Mengen. 131 Liter Alkohol-Fertigware tranken Erwachsene in Deutschland im Jahr 2017 im Durchschnitt und mehr als 600 Millionen Euro flossen in diesem Jahr in Werbung für alkoholische Getränke – das ist im europäischen wie weltweiten Vergleich leider in beiderlei Hinsicht einer der traurigen Spitzenplätze. Menschen für einen maßvollen Umgang mit dem Suchtstoff zu gewinnen und Hilfsangebote bekannt zu machen, ist daher täglich unser Ziel – in der Aktionswoche ganz besonders.", erklärt Cornelia Kost, stellvertretende Vorsitzende der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e. V..

Besonderer Schwerpunkt der Aktionswoche ist in diesem Jahr das Thema Alkohol am Arbeitsplatz. Riskanter Alkoholkonsum beeinträchtigt das Arbeitsleben nicht nur durch erhöhte Krankenstände und Produktivitätsverluste, darüber hinaus ist Alkohol auch jedes Jahr an einem Viertel aller Arbeitsunfälle beteiligt.

"Ein Glas Sekt zu besonderen Anlässen gehört vielerorts zur Betriebskultur, ohne dass es hinterfragt wird. Es fällt am Arbeitsplatz oft sehr schwer, problematisches Trinkverhalten zu erkennen, anzusprechen und im richtigen Moment Hilfe anzubieten. Hier muss der Raum geschaffen und gefördert werden, um dafür die richtigen Instrumente und Strukturen zu haben" erläutert Cornelia Kost.

Denn wieviel Alkohol ist zu viel und welche Spielregeln gilt es im Umgang mit Alkohol zu beachten? Die Aktionswoche bietet viele Anlässe, darüber ins Gespräch zu kommen und Fragen zu klären – im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen, aber auch in persönlichen Gesprächen in Betrieben, Suchthilfeeinrichtungen, Apotheken und Arztpraxen.

An mehreren Infoständen im öffentlichen Raum können die Hamburger ihr eigenes Trinkverhalten mit Rauschbrillenparcours und Fahrsimulatoren kritisch reflektieren, mit Hilfe von Quizbögen testen oder bei einem leckeren alkoholfreien Cocktail miteinander diskutieren. Des Weiteren führen zahlreiche Hamburger Unternehmen im Rahmen der Aktionswoche eigene Veranstaltungen und Infostände für ihre Mitarbeiter durch.

Quelle: Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e. V.

Wann?18. bis 26. Mai 2019
Programm:Hier geht es zum Programmheft

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