Tod durch Hitze vermeiden – Haustieren richtig helfen

Tierfreunde

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 18.06.2019)

Der Sommer kündigt sich an. In dieser Zeit sind hohe Temperaturen für viele Tiere eine große Gefahr. Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierhaltern daher, die notwendigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Autos werden zur tödlichen Hitzefalle

Im Unterschied zum Menschen können sich die meisten Heimtiere nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern vor allem durch Trinken oder Hecheln. Jährlich häufen sich die Fälle von Hunden, die in der Hitze aus dem Auto befreit werden müssen oder aufgrund der Temperaturen gar sterben. Auf gar keinen Fall dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden, auch nicht für wenige Minuten. Selbst wenn das Auto im Schatten geparkt wird oder der Himmel bewölkt erscheint, kann die Sonne schnell und unbemerkt auftauchen oder wandern. Autos heizen sich schnell auf Temperaturen von bis zu 50 Grad auf – eine tödliche Falle für Tiere, die sich noch darin befinden. Das Fenster einen Spalt geöffnet zu halten ist absolut nicht ausreichend.

Auch das Gassigehen sollte bei Hitze in die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden, wenn die Temperaturen niedriger sind. Insbesondere dann, wenn sich der Asphalt stark erhitzt hat und sich der Hund beim Laufen verletzen kann. Die Temperatur des Bodens lässt sich leicht prüfen: einige Sekunden mit den Händen berühren und sollte der Untergrund zu heiß sein, den Hund nicht dort laufen lassen. Spaziergänge im Wald sind eher zu empfehlen, als sich mit dem Tier ungeschützt vor der Sonne auf freier Fläche aufzuhalten.

Schutz und Schatten für andere Tiere

Auch kleine Heimtiere, die im Außengehege leben, dürfen nie schutzlos der Sonne ausgesetzt sein. Tierhalter sollten sicherstellen, dass sich das Gehege den ganzen Tag zumindest teilweise im Schatten befindet. Volieren und Gehege im Inneren des Hauses sollten nie direkt vor dem Fenster stehen, da auch hier Sonneneinstrahlung und damit Hitzeentwicklung extrem sein können. Für alle Tiere gilt: Da auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend ist, bei Hitze aber mehr Wasser verdunstet und die Tiere mehr trinken, sollten Tierhalter öfter kontrollieren, ob genügend Wasser im Napf vorhanden ist. Auch Frischfutter dient der Flüssigkeitszufuhr, allerdings verdirbt es bei Hitze schneller, weshalb Reste nach dem Füttern schnell entfernt werden sollten.

Schnelles Handeln bei ersten Warnsignalen

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führt. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen. Auf dem Weg dorthin kann man das Tier in der Zwischenzeit mit feuchten Handtüchern abkühlen.

Weitere Informationen zum Thema lesen Sie auf der Webseite des Deutschen Tierschutzbunds www.tierschutzbund.de/tiere-hitze.

Quelle: Hamburger Tierschutzverein

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