Ahoi Hamburg – auf kleiner Fahrt in die Geschichte der Schifffahrt

Hamburg am Wasser

Das Feuerschiff, © iStock.com/horstgerlach

Das Feuerschiff, © iStock.com/horstgerlach

Wenn die Elbe die Lebensader Hamburgs ist, sind Schiffe und Boote die Blutkörperchen: Ohne sie läuft nichts im Hafen – und das seit vielen hundert Jahren. Ein kleiner Ausschnitt der geschichtsreichen Schifffahrt der Stadt lässt sich im Museumshafen Övelgönne bestaunen. Hier liegen beispielsweise das Feuerschiff Elbe 3, die Dampfbarkasse Otto Lauffer oder das zu einem Restaurant umgebaute Fährschiff Bergedorf. Regelmäßig bietet der Verein, der sich um den Erhalt der Schiffe kümmert, Gruppenfahrten auf der Elbe an. So können 30 Gäste auf dem Hochseekutter Präsident Freiherr von Maltzahn oder zehn Matrosen mit der Barkasse Altona durch den Hafen schippern. Insgesamt stehen zehn Museumsschiffe für Fahrten zur Verfügung, Termine für die Ausflüge bitte direkt mit dem Verein abstimmen.

Auch in der Hafencity erleben Besucher die Traditionsschifffahrt hautnah. Im Sandtorhafen liegen imposante Segler mit schönen Namen wie Johanna, Catarina oder Freddy, aber auch Schlepper wie Fairplay VII. Besonders während der Hamburg Cruise Days lohnt der Besuch, denn dann stechen einige der Schiffe mit Gästen in See.

Sogar auf einem Segelboot kann man anheuern, und zwar gefahrlos als Kurzzeitmatrose: Die Elbsegelei offeriert Segeltörns für alle – ganz gleich, ob man Segelerfahrung mitbringt oder nicht. Wenn es ein bisschen größer sein darf, bieten sich die beiden Großsegler und Hotelschiffe von Van der Rest Sail Charter an. Sie tragen die beiden eng mit "Der Herr der Ringe" verbundenen Namen "Loth Lorien" und "J. R. Tolkien". Eine Fahrt mit den Schiffen fühlt sich wie eine Märchenreise an, aber keine Sorge: Orks und böse Zauberer schaffen es nicht an Bord, die einzige Bedrohung kann ein stärkerer Wellengang sein.

Hoch im Kurs bei vielen Urlaubern stehen Kreuzfahrten auf gigantischen Schiffen. Wer für so einen Trip nicht genug Kleingeld hat, aber dennoch wissen möchte, wie sich das anfühlt, kann zum Beispiel einige Aida-Schiffe für einen Tag besichtigen. Bei einem vierstündigen Rundgang bleibt genügend Zeit, sich alle Decks anzuschauen, ein Mittagessen ist bei einem Preis von 29,- Euro ebenfalls enthalten. Das genügt, um sich vorne am Bug fotografieren zu lassen und einen auf Titanic und Leo DiCaprio ("Ich bin der König der Welt") zu machen. Falls jemand Fernweh bekommt: Wie wäre es mit einer Elb-Kreuzfahrt? Ab Hamburg geht es über Elbe und Kanäle zum Beispiel bis nach Potsdam, andere Linien wie Nicko Cruises fahren nach Dresden oder gar bis nach Prag. Mehrere Tage dauert so eine Tour – mit bester Verpflegung und einem fantastischen Blick auf Deutschland von der Wasserkante aus.

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