Leihen statt kaufen – mit Tretboot, Kanu und SUP durch Hamburg

Hamburg am Wasser

Ruderboot, © Sabine Carstens

Ruderboot, © Sabine Carstens

Im Straßenverkehr mag Carsharing, also die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen, ein innovatives Konzept sein. Auf dem Wasser ist das – zumindest in Hamburg – ein alter Hut. Denn rund um die Alster und an der Elbe kann man sich seit Ewigkeiten Boote ausleihen. Die Bandbreite reicht dabei von Tretbooten und Kanus über Segel- und Ruderboote bis hin zu den trendigen Stand-up-Boards (SUPs). Für nur ein paar Euro pro Stunde darf hier jeder Kurzzeitkapitän spielen.

Bei Barca an der Alster stehen 16 Tretboote bereit. Bis zu vier Personen passen in ein Boot, in die Pedale treten allerdings nur die beiden auf den vorderen Plätzen. Eine Stunde kostet hier 20,- Euro – ganz egal, wie viele Personen mitfahren. Für 30,- Euro pro Stunden warten auch acht Segelboote auf Seebären. Doch nicht nur das Leihangebot lockt Hamburger und Touristen an die Alster: Auf der großen Terrasse direkt am Wasser kann man bei kalten Getränken und Snacks den Sonnenuntergang genießen.

Auch schön: der Anleger Hamburg. Ein idyllisches Plätzchen, um den Feierabend mit einem Bierchen ausklingen zu lassen. Hier gibt's Kajaks, Kanus, SUPs und Tretboote in verschiedenen Größen zu fairen Preisen – ab 11,- Euro geht es los. Größere Gruppen greifen eher zum Drachenboot. Der Clou ist aber die Möglichkeit, an Yogakursen auf SUPs teilzunehmen – direkt auf dem Wasser. Die größte Herausforderung dabei: das Gleichgewicht in den Asanas zu halten. Also vorsichtshalber ein Handtuch mitnehmen.

Oder wie wäre es mit einem tierischen Gefährt? Bereits seit 1874 steht an der Eppendorfer Landstraße das Bootshaus Silwar. Zu den Highlights zählen Fun-Boote wie die Ente, der Schwan oder das Aquabike von Hawaii. Natürlich gibt es auch Tretboote oder klassische Alsterkanus – ausgestattet mit Teppichen, Rückenlehnen und Kissen zum Relaxen. Für Fitness-Freaks stehen zudem Sportkanus und Kajaks zur Verfügung, um die fünf Kilometer bis zur Ohlsdorfer Schleuse zu bewältigen.

Noch mehr Boote warten zum Beispiel bei Bodo's Bootssteg oder Bobby Reich an der Alster, der Bootsvermietung auf der Liebesinsel im Stadtparksee – oder im Kanu-Hafen Bergedorf. Beim Supper Club gibt es neben den üblichen Gefährten wie Tretboot, Kanu und Kajak eine Vielzahl an unterschiedlichen Stand-up-Boards, etwa ein XXL-Board für bis zu zehn Personen.

Mit einem besonderen Service glänzt KanuSpass: Der Besitzer bringt die Kanus an den gewünschten Ort – und holt sie nach der Tour wieder am vereinbarten Treffpunkt ab. Ein Kanadier kostet 30,- Euro am Tag, 55,- Euro für ein Wochenende und 120,- Euro für die ganze Woche. Schwimmwesten und wasserdichte Kleidertonnen sind im Preis inbegriffen. Für den Transport werden noch einmal 35,- Euro berechnet.

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