THE DÜSSELDORF DÜSTERBOYS

Donnerstag, 10.12.2020 21:00 Knust

Knust
Carolin Matysek

Anstelle einer Ticket-Einrichtungsgebühr geht 1,00 € je Ticket an die Clubstiftung. http://stiftung-private-musikbuehnen-hamburg.de/

 

THE DÜSSELDORF DÜSTERBOYS

 

Ihr Lieben,

jedes Konzert ist gerade ein wichtiges und für uns auch richtiges Zeichen zur Erhaltung der Live- und Clubkultur. Deswegen wollen wir das Konzert am 11.12. mit den Düsterboys unbedingt durchziehen und benötigen dafür eure Mithilfe.

Wir haben für die Show am 11.12. doppelt so viele Tickets verkauft, wie wir zu den aktuellen Corona-Auflagen in den Saal lassen dürfen. Daher wird die Band am Donnerstag, den 10.12 eine weitere Show spielen und wir benötigen eure Bereitschaft eure Ticket vom 11.12. auf den 10.12. zu tauschen.

Unser Ticketanbieter TixForGigs wird sich bezüglich der technischen Abwicklung zeitnah mit euch in Verbindung setzen.

Bitte unterstützt uns bei der Umsetzung und habt Verständnis für die Situation. Wir freuen uns auf jeden Fall auf 2 tolle Konzertabende mit den Düsseldorf Düsterboys.

Euer KNUST

 

"Besonders Düsseldorfer finden ja, dass ihre Stadt als deutsche Pophauptstadt notorisch übersehen ist. Aber es stimmt schon. In Düsseldorf liegt nicht nur der sagenhafte Ratinger Hof, das Epizentrum des deutschen Punk, aus der Stadt kommt auch ein auffällig großer Teil der besten Bands des deutschen Pop, DAF etwa, Fehlfarben oder die Krupps. Ach ja, und in ihren Düsseldorfer Klingklang-Studios revolutionierten Kraftwerk die Musik. Zuletzt waren die viel zu früh wieder aufgelösten Susanne Blech würdige Erben, und zum Glück gibt's jetzt die Düsseldorf Düsterboys und ihr grandioses Debüt "Nenn mich Musik" (Staatsakt). Wobei natürlich auch richtig ist, dass die Chef-Düsterboys Peter Rubel und Pedro Crescenti aus Essen stammen und noch nie in Düsseldorf gelebt haben, aber mit Essen funktioniert die Alliteration halt nicht. Außerdem geht der Anschluss schon allein mit den ersten Takten des Albums klar. Nach ein paar robust getupften trägen Pianotönen singt ein Männerchor verschleppt-elegisch: "Oh Mama, halt mich aus / halt mich aus dem Trouble raus / Denn ich habe ein Gefühl / es bringt nicht viel". Wer da nicht vor Glück auf die Knie sinkt, muss in Köln eine Büttenrede halten. Die Düsterboys machen ziemlich altmodischen, schön verschaukelten Sixties-Folkrock, nur echt mit Klarinette, Orgelrabatz, Gitarrengeschrammel und sanftem Männergesang: "Wir trinken Messwein, Baby / Messwein / Oh, nein". Manchmal klingt's sogar fast nach Simon & Garfunkel, aber dann geht der Text so: "Und willst Du mir die Beichte sagen / hol ich uns 'nen Leichenwagen / und der fährt nonstop / nach Teneriffa". Songs für die Kaffeepause im Ratinger Hof. Plüschgewitter mit Mittelfinger."  Jens-Christian Raabe, SZ

 

THE DÜSSELDORF DÜSTERBOYS

 

Als der US-amerikanische Musiker John Fahey 1959 unter dem Namen Blind Joe Death ein Album herausbrachte, hielten es viele Kenner für einen sensationellen Fund der frühen American Folk Music.
Wenn man 60 Jahre später das Debütalbum von The Düssseldorf Düsterboys hört, könnte man es durchaus auch für einen wiederentdeckten Schatz der Folkmusik halten.
Tatsächlich aber ist es das neueste Werk von Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti, die inzwischen viele Musikliebhaber in diesem Land als die unverkennbaren Stimmen von International Music kennen dürften. Ihr Album „Die besten Jahre“ aus dem April 2018 halten nicht wenige für die stärkste deutschsprachige Platte der letzten Jahre.
Nun also „Nenn mich Musik“, das unter Fans langersehnte Debütalbum von The Düsseldorf Düsterboys, die Peter und Pedro als Duo schließlich schon lange vor International Music gegründet haben. Um das Verwirrspiel mit den unterschiedlichen Band-Identitäten perfekt zu machen, haben Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti mit Edis Ludwig am Schlagzeug und Fabian Neubauer an Orgel und Klavier The Düsseldorf Düsterboys nun kurzerhand zum Quartett erklärt. Und wieder hat Produzent Olaf O.P.A.L. sie extrem gut in Szene gesetzt. Vor allem dann, wenn sich auf den Aufnahmen gelegentlich ein paar Holzblasinstrumente zur Band dazugesellen: Was für ein Sound! Die Düsterboys nennen es schlicht und einfach: Musik.

„Oh Mama halt mich aus / halt mich aus dem trouble raus / denn ich habe ein Gefühl / es bringt nicht viel“ Mit diesem Chor beginnt dieses 16 Lieder umfassende Werk, und vom ersten Moment an fühlt man sich in der musikalischen Gemeinschaft der Düsterboys so geborgen wie ein Kind in Mutters Schoß, während draußen hinter dem Fenster gerade jeder für sich eine eigene Dystopie entwirft.

Anders als bei International Music ist Pedro Goncalves Crescenti vom Bass an die Gitarre gewechselt. Entsprechend weniger treibend klingen die Düsterboys. Aber es wäre auch ein Frevel gewesen, diese himmlischen Songs mit zu viel Rockenergie aufzuladen. So gibt es auf diesem Album kaum eine spürbare, irdische Gravitation. Außer vielleicht wenn in „Wie ein Henker“ plötzlich keiner mehr den Lenker des Lebens hält. Und im Boogie von „Messwein“ ließe sich sogar das Tanzbein auf dem Parkettboden schwingen. Ansonsten aber ist „Nenn mich Musik“ ein Album für die Party nach der Party: Ein intimer, etherischer, hochgradig psychedelischer Drift.
Manchmal brauchen die Düsterboys nur wenige Worte, um ihren Songs über die Kraft einer Muse oder den nächtlichen Spaziergang zur Tanke den nötigen Ausdruck zu verleihen. Und spätestens, wenn der Gesang wieder mehrstimmig wird, ziehen sie uns mit jeder einzelnen, gesungenen Silbe in ihren Bann. Selbst wenn es im Liedtext nur um das Glühen einer Zigarette geht. Feinstoffliche Songs für die Raucherecken des Lebens.

 

 

 

Den Bandnamen hat Peter eines Nachts geträumt. Sein Freund Pedro begriff den Traum als eine Art göttliche Weisung und fortan hießen sie bei ihren Auftritten als Duo in Kneipen und Bars ganz selbstverständlich The Düsseldorf Düsterboys.
Ihre allererste Hitsingle „Teneriffa“ - schon vor über drei Jahren veröffentlicht - befindet sich auch auf dem Album. Allerdings in einer neu aufgenommenen Version, die nun klingt wie ein ein Bananaboat-Trip mit Kevin Ayers. Oder ein Song von Harry Nillsson.
Diese beiden genannten Herren hätten sicher auch eine große Freude am fabelhaften Artwork des Albums gehabt. Der Kinderbuch-Illustrator und Holzstecher Hans Joachim Behrendt hat zu jedem Song ein Motiv entworfen und sie auf dem Cover kreisförmig angeordnet. Allein in seiner Bilderwelt lässt es sich eine halbe Ewigkeit verweilen.
Der Düsterboys-Song „Kneipe“, den der Fan bereits durch die International Music-Version kennt, wird auf „Nenn mich Musik“ zusammen mit der Band DC Schneider gesungen, deren Stimmen wir auch im Song „Kaffee aus der Küche“ im Chor hören.
Ein neues International Music Album soll übrigens 2020 aufgenommen werden.
Bis dahin verweilen wir auf „Nenn mich Musik“, mit 16 Liedern, denen eine Gelassenheit innewohnt, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Woher die Düsterboys in diesen Zeiten diese Ruhe nehmen, bleibt bis in alle Ewigkeit Ihr Geheimnis. Wobei: In „Zimmer deiner Wahl“ hört man Peter und Pedro mehrfach „Hauptsache ausschlafen“ im Chor singen.
Das könnte ein wichtiger Hinweis zur Quelle ihrer großen Kunst sein.

 

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KNUST Konzert Briefing

 

Liebe Gäste,

um einen reibungslosen Ablauf beim anstehenden Konzert zu gewährleisten, haben wir eine kleine Konzert-Checkliste für Euch zusammengestellt:

Bitte mitbringen:

Eintrittskarte / Konzertticket

Ausgefüllte Einverständniserklärung zur Kontaktnachverfolgung

https://www.knusthamburg.de/wp-content/uploads/2020/08/einverstandniserklarung3-online.pdf

Mund-Nasen-Bedeckung

 

Einlass: 20:00 Uhr

Hinweis: Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Status dieser Veranstaltung sowie die geltenden Hygienevorschriften direkt auf der Webseite des Veranstalters.

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Termine der Veranstaltung

Donnerstag, 10.12.2020
21:00

Ortsinformationen

Knust
Neuer Kamp 30
20357 Hamburg - St. Pauli / Sternschanze
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