Symphoniker Hamburg / Sergei Nakariakov / Sylvain Cambreling

Donnerstag, 11.02.2021 19:30 bis 21:30 Laeiszhalle (Großer Saal)

Symphoniker Hamburg / Sergei Nakariakov / Sylvain Cambreling
Thierry Cohen

Eine echte Entdeckung ist das in den 1960er-Jahren entstandene Trompetenkonzert von Mieczysaw Weinberg. Auch wenn sein Name nicht gerade geläufig ist: Weinbergs Bedeutung für die Musik des vergangenen Jahrhunderts ist groß; sein Freund und Mentor Dmitri Schostakowitsch verehrte Weinberg als Gleichgesinnten. Aus polnisch-jüdischer Familie stammend, entkam Weinberg dem Nationalsozialismus nur knapp. Er floh in die Sowjetunion und wurde dort ein anerkannter und gefeierter, zwischenzeitlich aber auch geächteter Komponist. Unter der Leitung von Chefdirigent Sylvain Cambreling ist in Weinbergs Konzert – einer wahrlich furiosen Herausforderung für den Solisten – der unnachahmliche Trompeter Sergei Nakariakov zu erleben.

In einem seiner vielen Briefe erläuterte Piotr Tschaikowsky das Programm seiner Vierten Sinfonie: Schon in den ersten Takten erleben wir die »Schicksalsgewalt« – das um einen Ton kreisende Hauptthema mit seinen kräftigen Triolen und Achteln. Dieses »Fatum«, so Tschaikowsky, kontrolliere uns beständig, so dass Glück und Friede niemals vollkommen würden. »Man muss sich ihm unterwerfen und seine Zuflucht in vergeblichen Sehnsüchten suchen.«


»Ziel des ganzen Werkes«, so kommentierte Béla Bartók seine Tanz-Suite, die zu Beginn dieses Konzertabends zu hören ist, »war es, eine Art ideal erdachter Bauernmusik nebeneinanderzustellen, so dass die einzelnen Sätze bestimmte musikalische Typen darstellen: ungarische, walachische, slowakische und auch arabische, zuweilen kam es sogar zu Überschneidungen dieser Arten«.

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Termine der Veranstaltung

Donnerstag, 11.02.2021
19:30 bis 21:30 Uhr

Ortsinformationen

Laeiszhalle (Großer Saal)
Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg
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