Symphoniker Hamburg

Freitag, 25.12.2020 18:00 bis 20:30 Laeiszhalle (Großer Saal)

Symphoniker Hamburg
J. Konrad Schmidt

Unter den Geigern des letzten Jahrhunderts war er der größte Charmeur: Fritz Kreisler. Das Wiener Wunderkind bog erst einmal ab in Richtung Medizin und Malerei, debütierte dann aber doch mit gerade 24 Jahren bei den Berliner Philharmonikern. Von da an stand ihm die Welt offen – zumindest bis 1933. Als Jude musste er von Berlin nach Österreich und schließlich in die USA emigrieren. Kreislers Einspielungen der Konzerte von Johannes Brahms und Ludwig van Beethoven sind legendäre Zeugnisse der Alt-Wiener Geigenschule. Nicht gewaltig ausschweifend, aber wunderschön ist sein eigenes barock anmutendes Violinkonzert von 1905.

Auch der Norweger Edvard Grieg orientierte sich an Vergangenem: Er nahm die europäische Annäherung bereits um einige Jahrzehnte vorweg, indem er seine Holberg-Suite an der geistlichen und höfischen Musik der Zeit Bachs und Händels orientierte. Grieg selbst nannte die Suite ein »Perückenstück«.


»Jupiter« – das klingt nach Erhabenheit, Ewigkeit und Größe. Wie der Beiname zu Wolfgang Amadeus Mozarts 41. Sinfonie in die Welt kam, lässt sich nicht genau klären. Allerdings passt der höchste Gott der Römer als Namensgeber offenbar perfekt, es gilt bis heute als eines der größten Werke der Musikgeschichte. Spannend sind die Lebensumstände, in denen sich Mozart zur Zeit der Komposition befand: Keine Frage, er hatte seinen Zenit längst überschritten. Er hatte Sorgen, Schulden, und es mangelte an Aufträgen und öffentlichen Auftritten, so dass selbst die alltäglichsten Ausgaben schwer zu bestreiten waren. Und dennoch spricht diese Sinfonie eine ganz andere Sprache: Sie ist nicht nur optimistisch, sondern geradezu strahlend und voller Lebenskraft.

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Termine der Veranstaltung

Freitag, 25.12.2020
18:00 bis 20:30 Uhr

Ortsinformationen

Laeiszhalle (Großer Saal)
Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg
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