Smile And Burn

Dienstag, 25.05.2021 20:00 Molotow

Smile And Burn
links im Bild

Smile And Burn sind eine Band. Aus Berlin.


2009 mit der ersten Show im Berliner Trixxter Club gestartet, wurden die Shows
langsam voller und die Strecken immer länger. England, Frankreich, Tschechien,
Spanien, Japan. Wie man Rote Flora schreibt, wussten sie schon. Wie man
Hurricane Festival schreibt, wissen sie inzwischen ebenso. Auch wie sich ein
Nightliner anfühlt ist nichts Neues mehr. Vier Studioalben später hätte manch
eine Punkband genug Haken auf der Bucketlist gehabt, um zu sagen „war doch
geil bisher?“. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, auch Smile And Burn haben
Federn gelassen. Saschi und Chris stiegen aus, das DIY-Dauerleben on the road
hat Opfer gefordert. Kurz vor Album Nummer fünf sind Smile And Burn
Phil, Wolli und Sören, ein Trio über dreißig.


Was nun? Campino vergnügt sich auf Ibiza, Dave Grohl zimmert sich ein Studio in
die Garage, die Stones hängen mit den Girls aus Südfrankreich, Streambait-Pop
ist Thema No1 - und Smile And Burn hatten die Wahl zwischen Gaming Channel
und neuem Album. Mit zwei Songwritern weniger im Team und sechsmonatiger
Pause entstand eine Platte, die an sich schon ein legitimer Nachfolger von „Get
Better Get Worse“ geworden wäre. Aber dann kommt die verrückte Idee,
nachdem man 2018 schon bei Jennifer Rostocks Farewell Shows supporten
durfte und „Alles Cool“ neu interpretierte: Mach den Text doch mal auf Deutsch?


Zum Glück waren die Donots über die Jahre gute Freunde geworden, und was
sich zunächst komisch anfühlte, wurde immer mehr Realität: Nach einer Stiege
Veltins Dosenpils luden Guido und Purgen die Jungs ins heimische Heavy Kranich
Studio nach Münster ein, diskutierten über das Für und Wider, den Sinn von
Turbostaat-Texten und nachdem auch endlich Produzent Phil Meyer überzeugt
werden konnte, war die Sache eingetütet und das ganze Album wurde
umgekrempelt.


So schloss man sich 20 Nächte im Bunker ein, testete jede Snare, jeden Amp und
jede Gitarre, die in Reichweite war. Guido machte Salat mit Knoblauchzehen und
nachdem man wieder heraus kam, war nicht nur der Winter vorbei, sondern
Smile And Burn hatten ein Album auf Deutsch produziert, was sich immer noch
nach Smile And Burn anhörte und zu dritt immer noch wie zu fünft klang.
„Morgen Anders“ erblickte 2020 das Licht der Welt. Auch wenn nun niemand
mehr davon redet, dass sie die nächsten Beatsteaks wären, Punker mit Straßen-
Abi haut so schnell nichts um.

powered by Hamburg-Tourismus

Termine der Veranstaltung

Dienstag, 25.05.2021
20:00

Ortsinformationen

Molotow
Nobistor 14
22767 Hamburg - Altona-Altstadt / St. Pauli
Weitere Empfehlungen