NDR Kammerkonzert

Dienstag, 28.02.2023 19:30 bis 22:30 Elbphilharmonie (Kleiner Saal)

NDR Kammerkonzert
Ruslan Semichev

Noch immer stehen Streichquintette im Schatten der überbordenden Fülle von Streichquartetten. Und nicht jeder Komponist konnte sich mit der Gattung anfreunden: So soll Joseph Haydn auf die Frage, weshalb er über 70 Quartette, aber kein Quintett geschrieben hat, geantwortet haben, dass er mit vier Stimmen alles ausdrücken und die fünfte Stimme »nicht finden« könne. Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven haben für ihre Quintette die zusätzliche Stimme gefunden – zum Glück!

Das im Frühjahr 1791 entstandene Streichquintett KV 614 ist das letzte große Kammermusikwerk von Wolfgang Amadeus Mozart und das letzte von sechs Quintetten, mit denen der Komponist die bis dahin nur vereinzelt bedachte Gattung erheblich aufgewertet hat. Noch einmal griff Mozart auf die majestätische Tonart Es-Dur zurück und schuf vier luzide, heitere und lebensfrohe Sätze – eine Musik, wie aus einer anderen, einer besseren Welt.

Im Sommer 1817 wurde Ludwig van Beethoven die mangelhafte Bearbeitung seines c-Moll-Klaviertrios op. 1 Nr. 3 durch einen wenig begabten Arrangeur vorgelegt. Der Komponist war so erbost über die unzureichende Qualität der Arbeit und die Verstümmelung seiner Musik, dass er umgehend eine eigene Bearbeitung für fünf Streicher schuf: Ein musikalischer Glücksfall und ein interessantes Zeugnis für die kompositorische Entwicklung des Komponisten.

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Termine der Veranstaltung

Dienstag, 28.02.2023
19:30 bis 22:30 Uhr

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Elbphilharmonie (Kleiner Saal)
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